Spektakuläre Theaterinszenierungen sind im Vergleich zu Deutschland eher selten. Für Paris-Besucher mit guten Französischkenntnissen gibt es aber einige Highlights.
In der ehemaligen Spielstätte der Comédie Française wird hauptsächlich Modernes Drama gegeben. Seit das Theater 1990 zum unabhängigen "Théâtre de l'Europe" erklärt wurde, präsentieren Autoren, Regisseure und Künstler aus ganz Europa auf dieser Bühne ihre Werke, meist in Originalsprache mit Untertiteln.
In dem repräsentativen Prachtbau aus dem 19. Jahrhundert sind heute hauptsächlich Ballettaufführungen zu sehen. Allein schon die Deckengemälde von Marc Chagall sind sehenswert.
Das Theater ist eine der wichtigsten Bühnen für modernen Tanz. Daneben werden auch Schauspiele und Musikaufführungen geboten, darunter viel Ethnomusik.
Hier ist der Sitz der städtischen Oper. Das Gebäude beherbergt einen der schönsten Räume von Paris, in dem oft auch klassische Konzerte veranstaltet werden.
Das einzige französische Staatstheater wird auch "Théâtre-Français" genannt. Es verfügt über ein festes Ensemble und ein Repertoire aus über 3000 Theaterstücken.
Die Geschichte des Hauses ist eng mit Molières verknüpft, die Spielstätte wird deshalb oft als "La Maison de Molière" (Molières Haus) bezeichnet.
Konzerte klassischer Musik und Opern werden im wunderschönem Ambiente des ehemals skandalumwitterten Theaters aufgeführt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Haus als Spielstätte für zeitgenössische Musik errichtet, Architektur und Programm waren für damalige Verhältnisse aufsehenerregend. Heute ist das bekannte Opernhaus unter anderem ein Stützpunkt der Wiener Philharmoniker in Paris.