Die mit Glas überdachten Passagen, auch Galerien genannt, sind eine typische Pariser Einrichtung und erlebten Anfang des 19. Jahrhunderts ihre Blütezeit. Das gut betuchte Bürgertum konnte so trockenen Fußes und fernab von den unangenehmen Gerüchen, die damals noch durch die Straßen wehten, flanieren, einkaufen und sich verköstigen. Mit ihren oft reichhaltigen Dekors haben die meisten Passagen nichts von ihrem nostalgischen Flair verloren und laden nach wie vor zum Bummeln ein. Viele der Passagen sind inzwischen aufwändig restauriert worden. In den letzten Jahren entstanden sogar neue Galerien.
Die Passage entstand erst 1990. Sie ist gewissermaßen Teil des Louvre und mit ihren Öffnungszeiten angepasst an das Museum. In den großzügigen, hellen Gängen unter der Glaspyramide und dem Louvre gibt es edle Geschäfte für den Kauf von Reisemitbringseln, aber auch Restaurants und Cafés. Die Boutique des Musées Nationaux offeriert Reproduktionen von Kunstwerken aus verschiedenen französischen Museen, ausgesuchte Karten und Bücher. Für das leibliche Wohl der Flaneure sorgt ein Schnellimbiss der etwas anderen Art: Im Restorama (€) gibt es Spezialitäten aus der ganzen Welt.
Die dunklen Holzvertäfelungen sind einheitlich in Kupfer eingefasst und spiegeln den Charme vergangener Epochen wider. Neben Buch- und Spielzeugläden ist der Antiquitätenladen des Puppensammlers Robert Capia besonders bemerkenswert.
Sie gilt als die "Königin der Pariser Passagen" und wurde 2000 komplett renoviert. Auf dem schönen Mosaikboden im neoklassizistischen Stil flanieren Sie unter Glaskuppeln vorbei an ausgesuchten Läden. Nach einem Besuch bei Emilio Robba, wo es die schönsten künstlichen Blumen der Welt gibt, können Sie im Teesalon A priori thé eine vorzügliche "Chocolat à lancienne" trinken. Direkt danach folgt die Galerie Colbert mit ihrer Rotunde im pompejanischen Stil.
Nicht nur Japaner geraten ins Schwärmen, wenn sie unter die gewaltige Glaskuppel dieses Konsumpalasts von 1908 treten. Kleidung ist hier nicht wie in Deutschland nach Hosen, Blusen usw., sondern nach Markennamen geordnet.
Das älteste Kaufhaus der Stadt wurde von Gustave Eiffel mitentworfen und ist seit über 150 Jahren Symbol für Luxus und Lebensgenuss. Es ist immer noch beeindruckend, bei dezenter klassischer Musik ohne den sonst üblichen Touristenrummel durch dieses Belle-Epoque-Juwel zu schlendern.
Es beherbergt eine der besten Schuh- und Modeabteilungen der Stadt mit allen großen Marken. Die Feinkostabteilung im Nebenhaus (www.lagrandeepicerie.fr) ist ein echtes Erlebnis.
Nach der riesigen Kosmetikabteilung im Erdgeschoss und dem neu gestalteten Wellnessbereich in der ersten Etage geht es nach oben zu sämtlichen Luxusmodemarken, aber auch an Erschwinglicherem vorbei bis zum Café-Restaurant unter der berühmten Jugendstil-Glaskuppel. Kundinnen können sich dienstags bei einer kostenlosen Modenschau inspirieren lassen (im 7. Stock, jeden Dienstag um 10 Uhr, www.webcamer.com).
Diese älteste Passage von Paris (1800) wurde schon in Emile Zolas Roman »Nana« beschrieben. Neben Briefmarkengeschäften und Graveuren lädt der große Teesalon LArbre à Cannelle mit der wunderschönen holzgeschnitzten Fassade einer ehemaligen Chocolaterie von 1846 zum Brunch ein.
Nach Überquerung des Boulevard Montmartre schließt sich unmittelbar die Galerie Jouffroy an (direkt neben dem Wachsfigurenmuseum Grevin). Besonders sehenswert dort ist der Spielwarenladen Pain dEpices mit Puppenhauszubehör auch im Miniaturformat, das jedes Mädchenherz höher schlagen lässt.
Straße:
10, rue Saint-Marc
PLZ/Stadt:
Paris - 9. Arr.
U-Bahn
M 3, 8: Grands Boulevards
Karte
Stadtplan Paris
PARIS
Reiseführer
Wer nach Paris kommt gerät ins Schwärmen. Entdecken und genießen Sie Eifelturm, Montmartre oder das Museum du Louvre. Hier kaufen »
Nützliches in Paris
Von Ärzten über Banken bis hin zu Telefonzellen. Die wichtigsten Infos für Ihre Städtereisen, übersichtlich zusammengefasst, finden Sie hier »
Paris im Ohr!
Paris hören und neu erleben auf einer akustischen Städtereise zwischen Eiffelturm und Marais. mehr »