Die 8,45 km² große grüne Lunge im Westen von Paris war zu Beginn des 20. Jahrhunderts der mondäne Freizeittreffpunkt der Pariser. Viele Wander-, Reit- und Radwege sowie kleine Seen, Pferderennbahnen und Restaurants liegen in dem leider auch von etlichen Straßen zerschnittenen Park mit seinen Wäldern. Im 18. Jahrhundert ließ der Adel hier kleine Lustschlösser errichten. Besonders bekannt ist das Bagatelle-Schlösschen im Parc de Bagatelle (Eintritt 3 Euro), der äußerst gepflegt und von Wasserläufen durchzogen ist, und dessen Rosengarten ein echtes Highlight für Blumenfreunde darstellt.
Der in der Nähe liegende Jardin dAcclimatation (Eintritt 2,70 Euro) ist mit seinen Spielplätzen, Karussells und einem kleinen Zoo ein Kinderparadies ohne überzüchtete Attraktionen und deshalb auch für Erwachsene angenehm.
Berühmtester Park des Zentrums von Paris, ganz in der Nähe der Universität Sorbonne. Auf den bereitstehenden Stühlen können Sie in der Sonne dösen oder zusehen, wie die Kinder Boote im großen Bassin fahren lassen. Maria von Medici ließ Park und das dazugehörende Palais Anfang des 17. Jhs. nach florentinischem Vorbild errichten. Das Palais du Luxembourg ist heute Sitz des französischen Senats. Direkt daneben das Musée du Luxembourg, oftmals Ort bemerkenswerter Kunstausstellungen. Park: im Sommer von 7 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang, im Winter ab 8 Uhr.
Als »Vorgarten« des Louvre wurde der Barockpark schon 1666 angelegt. Er war einer der ersten Parks überhaupt, der der gesamten Öffentlichkeit zugänglich war und insofern Vorbild für viele andere Anlagen in Europa. Besonders bemerkenswert sind die 18 Frauenstatuen von Aristide Maillol, die zwischen sorgsam gestutzten Hecken fast schon unwirklich hervorlugen.
Auf Wunsch Ludwigs XIII. entstand dieser Garten schon 1633 als Heilkräuter- und Lehrgarten für Medizinstudenten. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass das naturkundliche Muséum National de lHistoire Naturelle gerade hier untergebracht ist. Den gepflegten Charme vergangener Zeiten atmet auch die Ménagerie, ein kleiner Zoo, der Rainer Maria Rilke zu seinem berühmten Gedicht »Der Panther« inspirierte. Zoo: Sommer täglich 9-18 Uhr, Winter 9-17 Uhr, 7 Euro.
Auf einem Schuttplatz im seinerzeit berüchtigten Pariser Osten ließ Napoleon III. im 19. Jahrhundert eine pittoreske Landschaft im englischen Stil mit Grotten, Felsformationen, Tälern, Tempelchen und Wasserfällen anlegen. Mit Hilfe damals modernster Technik und vielen Sprengungen wurde das terrassierte Gelände sehr abwechslungsreich gestaltet und mit außergewöhnlicher Vegetation bepflanzt.
Auf dem ehemaligen Schlachthofgelände wurde ein riesiger, teilweise futuristisch anmutender Freizeitpark angelegt. Neben den architektonisch mutigen Bauten wie der Musikhochschule und der Konzerthalle Cité de la Musique sowie der Silberkugel La Géode, die ein Imaxkino beherbergt, befindet sich auf dem Gelände mit der Cité des Sciences et de lIndustrie auch das größte Wissenschaftsmuseum der Welt. Knallrote Blechkonstruktionen, die »Folies«, führen durch verschiedene Themengärten. Die Grande Halle, eine ehemalige Rinderhalle, bietet bei Konzerten bis zu 15 000 Besuchern Platz.
Der rund um die Uhr geöffnete Park ist besonders im Sommer ein beliebter Treffpunkt: Auf den Rasenflächen spielt man Fußball, Familien veranstalten Picknicks, und im Juli und August gibt es kostenloses Freiluftkino.
U-Bahn
M 7: Porte de la Villette
Karte
Jardin des Palais Royal und Palais Royal
Geschichtsträchtige Oase der Ruhe im brodelnden Zentrum. Wo man heute unter schattigen Linden wandelt, wurde einst Geschichte geschrieben. Kardinal Richelieu, der das den Park umgebende Palais 1634 errichten ließ, vermachte es später Ludwig XIII. Die folgenden Besitzer, das Haus Orléans, erweiterten den Platz. Hinter den einheitlichen Fassaden mit den Rundbogenarkaden sind heute wie damals Geschäfte untergebracht. Im Juli 1789 nahm von hier aus die Französische Revolution ihren Anfang. Im angrenzenden Innenhof neben der Comédie Française bilden die unterschiedlich hohen Säulen von Daniel Buren seit 1986 ein interessantes Gegengewicht zu der historischen Kulisse.