Der monumentalste Platz von Paris ist ein Ort der Superlative: Von seinem Mittelpunkt aus, dem 3000 Jahre alten Obelisken aus dem ägyptischen Luxor, haben Sie die gesamten Champs-Elysées bis zum Triumphbogen vor sich. Schwer vorstellbar, dass an dem 1775 angelegten Platz vor kaum mehr als 200 Jahren Tausende von Feinden der Revolution, unter ihnen Ludwig XVI., auf dem dort aufgebauten Schafott ihr Leben lassen mussten. Die acht großen Frauenstatuen, die den "Platz der Eintracht" einrahmen, personifizieren die acht größten Städte Frankreichs.
Der Ende des 17. Jahrhunderts angelegte Platz kann als kleiner Bruder des vom selben Baumeister stammenden Place Vendôme angesehen werden. Marschall de la Feuillade, der ihn zu Ehren Ludwigs XIV. in Auftrag gab, hat sich dabei finanziell ruiniert.
Der unter Heinrich IV. 1612 fertig gestellte Platz ist nicht nur einer der ältesten, sondern wohl auch der architektonisch harmonischste Platz der Stadt. Die 36 Pavillons (nur die des Königs und der Königin sind etwas erhöht) sind von Arkadengängen gerahmt, in denen sich elegante Kunstgalerien und Restaurants befinden. Darüber erheben sich die symmetrisch angeordneten Fassaden, deren Komposition aus hellem Naturstein, roter Ziegelverkleidung und grauen Schieferdächern ein perfektes Bild abgibt. Vom kleinen Park im Zentrum des Platzes aus ist die Geschlossenheit des Ensembles am besten zu erkennen.
Stadtteil:
4. Arr.
U-Bahn:
M 1: Saint-Paul, M 1, 5, 8: Bastille
Karte:
Place du Marché Sainte-Cathérine
Mit seinen Cafés und den Schatten spendenden Bäumen erinnert dieser ruhige Platz im Marais an die beschaulichen Marktplätze südfranzösischer Provinzstädtchen.
Dieses Meisterwerk klassischer Ausgewogenheit mit der charakteristischen, an vier Seiten abgeschrägten rechteckigen Form wurde Ende des 17. Jahrhunderts von dem berühmten Baumeister Jules Hardouin-Mansart geschaffen. In der Mitte des Platzes steht eine Säule nach dem Vorbild der Trajan-Säule in Rom, ganz oben ist Napoleon als Cäsar dargestellt. Weltweite Berühmtheit hat der Platz aber auch, weil hier die bekanntesten Juweliere ihren Sitz haben und auch das Hotel Ritz von dem außergewöhnlichen Ambiente dieses Orts profitiert.