Städtereisen, Kurzurlaub, Online Reiseführer
Städtereisen Reiseführer Kurzurlaub
|   Home   |  Billigflieger   |  Reiseangebote   |  Ratgeber   |  Magazin   |  Newsletter   |  RSS Feed

Religiöse Stätten Peking

    Peking besaß einst eine geradezu unüberschaubare Menge an großen und kleinen Tempeln. Die kleinen sind ausnahmslos verschwunden, und wegen der offiziellen Verdammung von Religion als Aberglauben erging es vielen bedeutenden ebenso. Um 1980 setzte jedoch ein Umdenken ein, das sich mit der Entdeckung des Tourismus als Devisenquelle noch beschleunigte. Sofern mindestens die Gebäude noch standen, wurden viele Tempel wieder hergerichtet. Nur in sehr wenigen herrscht jedoch noch religiöses Leben. Die bedeutendsten sind der daoistische Baiyun Guan und der buddhistische Yonghe Gong.
  • Baita Si
    Weiße Pagode im Tempelkloster
    Weiße Pagode im Tempelkloster
    © Baris Selcuk / www.insidebeijing.de
    Das "Tempelkloster der weißen Pagode" hat seinen Namen nach der größten Flaschenpagode der Stadt. Der in einer alten Wohngegend gelegene Bau entstand 1271 auf Geheiß des Mongolenkaisers Kublai Khan. Architekt war ein Nepalese. Der 51 Meter hohe, im alten Peking weithin sichtbare Turm führte den Einwohnern vor Augen, wer in der neuen Hauptstadt des Mongolenreichs auch in religiöser Hinsicht den Ton angab. Besonders schön vom nur teilweise erhaltenen Figurenschmuck sind die 18 Götter in der zweiten Haupthalle. Täglich von 9-17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 20 Yuan.
    Straße:
    Fuchengmennei Dajie
    PLZ/Stadt:
    Peking
    U-Bahn
    U-Bahn 2: Fucheng Men
    Karte
     Zur Karte
  • Konfuziustempel
    Drache auf dem Konfuziustempel
    Drache auf dem Konfuziustempel
    © Daniel Geyer / photocase.de
    Anders als buddhistische oder daoistische Tempelklöster, in denen Mönche oder Nonnen leben und sich das Volk zum Beten und Opfern einfindet, waren die Konfuziustempel Stätten des Staatskultes. Hier opferten die Beamten - in Peking gar der Kaiser persönlich. Der lange, komplizierte Ritus dauerte von Mitternacht bis zum Morgengrauen. Zahlloses Personal und Würdenträger waren beteiligt. Im Schein der Fackeln erklang eine uralte Zeremonialmusik. All dies geschah auf der großen Terrasse vor der mächtigen Haupthalle. Das Opfergerät, darunter kostbare alte Musikinstrumente, ist in der Halle noch zu sehen, ebenso die Seelentafeln von Konfuzius und seinen Schülern.
    Traditionelle Darstellung des Konfuzius
    Das Gelände ist mit uralten Lebensbaumzypressen bestanden. Auf 198 Inschriftenstelen in ihrem Schatten wurden die Namen aller 51624 Konfuzianer verewigt, die seit dem 14. Jahrhundert die höchste Staatsprüfung bestanden hatten - bis zu deren Abschaffung 1904. Jenseits des Westflügels ist auf 189 Steinplatten aus dem Jahr 1794 der ganze Text des konfuzianischen Schriftenkanons verzeichnet. Ein Besuch des Tempels lohnt auch wegen der Straße, an der er steht: Es ist die einzige in Peking, über die sich noch Ehrentore spannen. Der Nachbar zur Linken ist die Kaiserliche Akademie Guozijian. Gegenüber können Sie im Eatea-Teehaus stilvoll rasten. (Die Anlage wird zur Zeit restauriert, Teile sind gesperrt. Der Zugang erfolgt vorübergehend durch den Nachbarkomplex Guozijian.). Täglich von 9-17 Uhr geöffnet, Einlass bis 16.30 Uhr.
    Straße:
    Kong Miao, Guozijian Jie
    PLZ/Stadt:
    Peking
    U-Bahn
    U-Bahn 2: Yonghe Gong
  • Yonghe Gong
    Vorm Lamatempel Yonghe Gong
    Vorm Lamatempel Yonghe Gong
    © Jacob Ehnmark / flickr.com
    Der Lamatempel Yonghe Gong ist Pekings größtes und prächtigstes Tempelkloster - er zählt zu den allerersten Attraktionen der Stadt, auch wenn er erst 1744/45 gegründet wurde. Dem Kaiserpalast oder dem Himmelsaltar hat der "Palast der Harmonie" sogar eines voraus: Er ist kein Museum, sondern wird noch von Mönchen bewohnt. Sein Reichtum freilich stammt aus keinem Opferstock. Der Tempel war ein Projekt der Mandschu-Kaiser - die gelb glasierten Dachziegel zeugen davon -, und um zu dokumentieren, dass das zuvor einverleibte Tibet und die ebenfalls lamaistischen Mongolen im Reich gut aufgehoben seien, mochte der Hof nicht knausern. Die Verbindung von tibetisch-mongolischem Lamaismus und chinesischer Kultur nimmt hier vielfache Gestalt an. Die Inschriftentafeln an den Hallendächern sind viersprachig: chinesisch, mongolisch, tibetisch, mandschurisch.
    Viersprachige Inschriftentafel
    Schon der Auftakt ist prunkvoll: Drei große Schmucktore umstehen den Vorplatz. Eine 160 m lange Zuwegung schafft Abstand zum Staub der Straße. Jenseits eines weiteren Tors überquert man einen Hof, auf dem Glocken- und Trommelturm sowie zwei Stelenpavillons stehen. In der ersten Halle, ganz chinesisch, zürnen die großartigen Wächtergottheiten der vier Himmelskönige dem Bösen. Dämonen winden sich unter ihren Füßen. In der Mitte lacht der Dickbauchbuddha die Eintretenden verheißungsvoll an, und rückwärtig wacht Weituo als Schützer der Lehre über das Tempelinnere. Den nächsten Hof schmücken ein gewaltiges Weihrauchgefäß, ein Stelenpavillon mit viersprachiger Inschrift "Der Lamaismus" von 1792 sowie eine Bronzeplastik des Weltenberges Meru, auf dem die Götter, die Bodhisattvas und die Buddhas wohnen.
    Deren Heiligkeit schauen Sie in den zwei nächsten Hallen. In der ersten thronen die Buddhas der Drei Zeitalter auf ihren Lotosblüten, flankiert von den 18 Luohan. In der folgenden Halle sitzen als weitere goldene Trias der Buddha des langen Lebens, der Medizinbuddha und der Buddha des Löwengebrülls, dessen Erweckungsruf weltweit vernehmbar ist. Einen Hof weiter dringt äolisches Klingen ans Ohr: Oben an der Lehr- und Versammlungshalle hängen vom Wind bewegte Glöckchen. Das Innere wird von einem sechs Meter großen Bronzebildnis Tsongkhapas beherrscht. Dieser stiftete um 1400 die Schulrichtung der Gelbmützen (Gelugpa), die seither im Lamaismus dominiert. Unter riesigen Wandbildern sieht man Kästen mit heiligen Schriften. Für den Dalai Lama und den Panchen Lama stehen zwei goldgelb bezogene Thronsessel bereit. In den beiden seitlichen Hallen sind kostbare Geschenke ausgestellt, die das Kloster im Laufe der Zeit empfing.
    Die 18 Meter hohe Buddhastatue aus Holz
    Die 18 Meter hohe Buddhastatue aus Holz
    © wiewie / pixelio.de
    Betreten Sie die letzte Halle, so finden Sie sich wieder als kleiner Erdenwurm zu Füßen eines riesigen, durch alle drei Geschosse aufragenden Maitreya-Bodhisattva in tibetischem Stil. Der Sandelbaumstamm, aus dem er in einem Stück gefertigt worden sein soll, war eine Dankspende des siebten Dalai Lama an den Qianlong-Kaiser, der in Tibet eine Revolte hatte niederschlagen lassen. Die Schnitzarbeit wurde an Ort und Stelle erledigt und die Halle um die Figur herum errichtet.
    Die Seitengebäude bergen weitere Schätze. Das vielleicht schönste Bildwerk des Tempels sieht man in der östlichen Seitenhalle im letzten Hof: Es ist ein aus Sandelholz geschnitzter predigender Buddha mit seinen Jüngern Ananda und Kashyapa. Das Schreingehäuse wurde aus kostbarem Nanmuholz geschnitzt. In den Hallen auf der Südseite des Hofes zeigen Ausstellungen Geschenke an das Kloster. In den Seitenhallen der südlicheren - dem Eingang näheren - Höfe sind auch die berühmten, zum Teil mit Tüchern verhängten Darstellungen der esoterisch-tantrischen Tradition ausgestellt. Sie zeigen männliche und weibliche Gottheiten in rituell-ekstatischer Vereinigung.
    Einen halben Tag sollte man für den Yonghe Gong schon Zeit haben. Kommen Sie früh, denn ab 10 Uhr wird‘s voll. Täglich von 9-16.30 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 25 Yuan, eine Audioführung 20 Yuan.
    U-Bahn
    U-Bahn 2: Yonghe Gong
    Karte
     Zur Karte
  • Baiyun Guan
    Eingang zum Kloster der weißen Wolken
    Eingang zum Kloster der weißen Wolken
    © Baris Selcuk / www.insidebeijing.de
    Pekings einziges erhaltenes daoistisches Tempelkloster, das "Kloster der weißen Wolken", ist eine gepflegte Stätte lebendiger Religiosität und eine Freude für jeden Besucher: Durch schattige Höfe schreitet man von Halle zu Halle, bestaunt die zahlreichen Bildwerke und betrachtet die Mönche, die in ihrer typischen Tracht vom Wadenwickel bis zum hochgesteckten Haarknoten aussehen wie alten Bildern entstiegen. Das Kloster wurde unter Dschingis Khan im Jahr 1227 gegründet und ist seither das wohl bedeutendste nordchinesische Zentrum des Daoismus. Die meisten Gebäude stammen aus dem 17. Jahrhundert.
    Nahezu die gesamte Anlage ist vollständig erhalten, angefangen von der großen Geistermauer gegenüber dem Eingang mit seinem prächtigen Schmucktor. Im ersten Hof hinter dem inneren Tor hängt unter einer Marmorbrücke eine Scheibe in Form einer alten Kupfermünze. In deren Loch wiederum hängt ein Glöckchen. Bringt man es zum Klingen, indem man eine Münze dagegen wirft, so bedeutet dies Glück, und das Geld wandert in die Klosterkasse. In der ersten Halle schreckt eine Wächterfigur böse Geister ab. In der zweiten Halle sieht man den Jadekaiser, die höchste Gottheit des Daoismus, umgeben von Stern- und Himmelsgöttern. In der dritten Halle werden sieben Heilige verehrt. Die Statuen stammen aus der Ming-Zeit. Die vierte Halle ist dem großen Lehrer und Meister Qiu Chuji (1148 bis 1227) gewidmet. Er beeindruckte Dschingis Khan durch seine Weisheit, und ihm verdankt dieses Kloster letztlich seine Existenz. Die Gebeine des Weisen ruhen unter seinem Standbild. Die letzte Halle ist zweigeschossig. Die Figuren der Drei Reinen im Obergeschoss wurden schon 1428 geschaffen.
    In den kleineren Hallen westlich der Hauptachse geht es volkstümlicher zu. Hier kommen auch Frauengestalten zu ihrem Recht. Eine Halle enthält ausschließlich Muttergottheiten, die für Fruchtbarkeit, rasche und schmerzlose Geburt sowie für das Augenlicht der Kinder zuständig sind.
    In der Halle gegenüber stehen elf große Bronzefiguren, darunter sechs Frauen. Zentrale Gottheit ist hier Wen Chang, der Schutzpatron der Literaten und Beamten. Neben ihm sieht man Konfuzius (551 bis 479 v. Chr.) und den Vollender der neokonfuzianischen Philosophie, Zhu Xi (1130-1200). Am erstaunlichsten ist aber die Halle der Jahresgötter. Sechzig phantasievolle, bunt bemalte Tonfiguren verkörpern die Jahre des chinesischen Sechzigerzyklus. Wer hier dem Gott seines Geburtsjahres opfert, darf erwarten, dass fortan alles nach Wunsch geht. Den nördlichen Abschluss bildet der Klostergarten mit der überdachten Ordinations- und Lehrterrasse. Ein Wandbild zeigt die daoistische Götterwelt, ein anderes, nahe der Nordostecke, stellt dar, wie die acht Unsterblichen das Meer zu den Inseln der Seligen überquerten. Nachdem sie sonst nur per Wolke verreisten, wollten sie nun einmal zeigen, dass ihnen auch weniger alltägliche Verkehrsmittel zu Gebote standen: Der eine nahm seine Krücke, der zweite einen Federfächer, der dritte eine Papierfigur, der vierte einen Fliegenwedel, der fünfte einen Blumenkorb, der sechste eine Flöte, der siebte Kastagnetten, und die einzige Frau in der Gruppe fuhr auf einem Lotosblütenblatt. Täglich von 8.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.
    Straße:
    Baiyunguan Jie
    PLZ/Stadt:
    Peking
    Karte
     Zur Karte
  • Dongyue Miao
    Der "Ostbergtempel", einst Pekings volkstümlichster Daoistentempel, diente jahrzehntelang als Polizeiwache, ehe er 1999 seine Auferstehung erlebte - mit renovierten Gebäuden und vor allem einer Rekonstruktion des zerstörten reichen Figurenschmucks. Die weit über 100 lebensgroßen Gestalten in den Galerien rund um den Haupthof stellen die "Ämter" des daoistischen Pantheons dar und zeigen, wie die Sünderseelen in der chinesischen Hölle bestraft werden. Hauptgott ist der Ostbergkaiser, der Herr über Leben und Tod. Dienstag-Sonntag von 9-16.30 Uhr geöffnet.
    Straße:
    Chaoyangmenwai Dajie
    PLZ/Stadt:
    Peking
    U-Bahn
    U-Bahn 2: Chaoyangmen
    Karte
     Zur Karte
  • Nantang Südliche Kathedrale
    Pekings Kirche mit der längsten Geschichte. Gegründet wurde sie 1650 von dem deutschen Jesuitenmissionar Adam Schall von Bell. Zuvor hatte an dieser Stelle der erste Jesuitenmissionar in China, der Italiener Matteo Ricci (1552-1610), gewohnt. Der heutige Bau von 1904 gehört der vom Vatikan unabhängigen nationalkatholischen Kirche Chinas.
    Die Kathedrale ist von Montag bis Samstag von 5.30 bis 9.30 Uhr geöffnet, Samstags auch von 18 bis 20 Uhr, Sonntags von 5.30 bis 12 Uhr und von 15 bis 16 Uhr geöffnet. Eine englische Messe findet um 10 Uhr statt.
    Straße:
    Kreuzung Xuanwu Men
    PLZ/Stadt:
    Peking
    U-Bahn
    U-Bahn 2: Xuanwu Men
    Karte
     Zur Karte
  • Niu-Jie-Moschee
    Pekings ältestes islamisches Gotteshaus wurde bereits 996 gegründet. Die Bauten sind im chinesischen Stil gehalten (mit wenigen arabischen Elementen), doch an den islamischen Bedarf angepasst. So ist die Anlage nach Westen - gegen Mekka - ausgerichtet. Im Hof steht ein Minarett, ihm gegenüber die leuchtend ausgemalte Gebetshalle. Der sechseckige Bau zur Straße hin ist der "Turm zur Mondbetrachtung". Er diente in früheren Zeiten zur Bestimmung von Anfang und Ende des Fastenmonats Ramadan. Die "Rinderstraße", an der die Moschee liegt, und die nähere Umgebung sind das Moslemviertel Pekings. Die Moschee hat keine festen Öffnungszeiten.
    Straße:
    Niu Jie (Zugang von der Gasse südlich der Moschee aus)
    PLZ/Stadt:
    Peking
    Karte
     Zur Karte
  • Wuta Si
    "Tempel der fünffachen Pagode" bedeutet der Name, doch das Heiligtum, das an sich Zhenjue Si heißt, wurde im Jahr 1900 beim Boxeraufstand von brandschatzenden Truppen der Alliierten zerstört. Das Einzige, was blieb, ist eine eindrucksvolle Diamantthronpagode in indischem Stil. Sie besteht aus einem hohen, mit Reliefs verzierten Steinsockel, auf dem sich fünf kleine Pagoden erheben. Erbaut wurde die Pagode 1473 als Schrein für fünf goldene Buddhafiguren sowie für die Nachbildung einer ebensolchen Pagode, wie sie hier zu sehen ist. Die Kleinodien hatte ein indischer Mönch Kaiser Chengzu gestiftet. Das Gelände, um neue Ausstellungshallen ergänzt, dient heute als Museum für Steinmetzkunst, darunter lateinisch-chinesisch beschriftete Grabstelen von Jesuiten aus dem 18. bis frühen 19. Jahrhundert.
    Straße:
    An der nördlichen Uferstraße des Flusses Nanchang He
    PLZ/Stadt:
    Peking
    Karte
     Zur Karte
Stadtplan Peking
Stadtplan Peking starten
Nützliches in Peking
Von Ärzten über Banken bis hin zu Telefonzellen. Die wichtigsten Infos für Ihre Städtereisen, übersichtlich zusammengefasst, finden Sie hier »
Große Mauer
Große Mauer
Ein Ausflug zum legendären Bauwerk in Pekings Bergen.
mehr »