Fettnäpfchen
Auf Touristen-Nepp hereinfallen
Prag ist keine Hochburg des Verbrechens. Es gibt aber, wie in vielen Städten, Nepper und Betrüger. Grundsätzlich: vorher fragen heißt Missverständnisse vermeiden. Aber auch so sollten Sie sich nichts gefallen lassen. Vorsicht im Restaurant: Hier werden Gedeck, Livemusik und der freundlich angebotene Schnaps meist auf die Rechnung aufgeschlagen! Wenn Sie mit einer Rechnung unzufrieden sind, bitten Sie um ein Gespräch mit dem Geschäftsführer. Er spricht in den meisten Fällen deutsch und hat wenig Interesse an einer unangenehmen Szene. Keine Scheu vor Reklamationen auch im Taxi: Bitten Sie bei Problemen den Fahrer, mit ins Hotel zu kommen, und klären Sie die Sache mit Hilfe des Portiers. Allgemein gilt: Lassen Sie sich immer eine nachvollziehbare Quittung geben und/oder rufen Sie im Ernstfall die Polizei. Die mag Abzocker gar nicht.
Irgendwo parken
Für viele ist es billiger, mit dem Wagen nach Prag zu fahren. Für manche wird die Rückfahrt allerdings teuer: Die Moldaustadt ist immer noch ein Zentrum für Autoknacker. Lassen Sie also nichts allzu Wertvolles im Wagen, und parken Sie nicht in irgendeiner Seitenstraße - ein saftiges Bußgeld ist das Mindeste, was Sie erwartet.
Rücksichtslos sein
Jeder Tscheche weiß, dass eine Gruppe laut sein kann. Beweisen Sie es ihm nicht in der U-Bahn oder im Restaurant. Überraschen Sie ihn, indem Sie sich wie Gäste benehmen, die den Gastgeber respektieren - das tun nämlich längst nicht alle.
Beamten bestechen
Sie sind zu schnell gefahren oder sonst irgendwie ungut aufgefallen. Jetzt wollen Sie den Fall mit Geld oder Likör "aus der Welt schaffen". Die meisten Beamten lehnen ab und hängen Ihnen noch eine Klage wegen Bestechung an. Fluchen Sie lieber leise - aber regeln Sie die Sache regulär.
Zu sorglos sein
Den Geldbeutel in der Hosentasche, Fotoapparat und Handtasche locker über der Schulter - so sind Sie es von Sylt und der Steiermark gewohnt. In Prag ist solches Verhalten jedoch eine offene Einladung an die vielen Langfinger in Straßenbahn, Metro und im Zentrum. Taschendiebe tarnen sich in der U-Bahn als Touristen und greifen hinter ausgebreiteten Stadtplänen zu, andere geben sich in einer Seitenstraße als Zivilpolizisten aus und konfiszieren "Falschgeld" aus Ihrer Brieftasche. Diese Banden gehen im Zweifelsfall mit brutaler Härte vor!
Nachtschwärmen
"Fahren Sie mich irgendwohin, wo noch was los ist", sagt der Tourist nachts zum Taxifahrer. Und der fährt dann auch "irgendwohin", von wo man nur wieder per Taxi wegkommt. Erst neppt das Etablissement, dann kassiert der Taxifahrer für die Rückfahrt noch einmal kräftig ab. In Ihrem eigenen Interesse: Genießen Sie Prag bis Mitternacht, oder bitten Sie den Hotelchef um einen Tipp - aber ziehen Sie nicht auf eigene Faust los.
Schwarz wechseln
Tschechien ist für westliche Touristen ein günstiges Urlaubsland. Manche wollen es noch billiger haben und gehen auf die windigen Angebote ein, die ihnen zwielichtige Gestalten machen. Glauben Sie es: Sie wissen nachher nur, wie polnische Zloty oder Prager Gefängniszellen aussehen. Wechseln Sie nur in Banken, am Geldautomaten oder notfalls auch in Wechselstuben mit ihren allerdings sehr hohen Gebühren.