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Burgen & Schlösser Prag

  • Prager Burg (Hradschin)
    Der Hradschin bei Nacht
    Der Hradschin bei Nacht
    © Czech Tourism
    Das größte zusammenhängende Burgareal der Welt ist an manchen Tagen zu klein für die vielen Besucher. Wer daher das Ambiente der Anlage ganz genießen will, sollte am frühen Morgen oder späten Nachmittag kommen.
    U-Bahn
    Metro: Hradcanská (A)
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  • Auf dem Burggelände
    Eingangstor mit
    Eingangstor mit "Kämpfenden Giganten"
    © Czech Tourism
    Die Adelspaläste am Hradschiner Platz (Hradcanské námestí) entstanden erst nach einem großen Brand im Jahr 1541, vorher war das leicht abschüssige Areal von etlichen Bürgerhäusern umgeben. Wenige Jahre nach der Feuersbrunst wurden hier Anführer eines Aufstands gegen die Habsburger hingerichtet. Das Eingangstor der Burg wird von den "Kämpfenden Giganten" des Bildhauers Ignaz Platzer bewacht - und von den Posten der Burgsoldaten. Ihre Uniformen hat der berühmte Schneider Theodor Pistek 1990 entworfen, der für seine Ausstattung im Milos-Forman-Film "Amadeus" einen Oscar bekam. Die Wachablösung um 12 Uhr mittags erfolgt mit einer Hymne, die der Rockmusiker Michael Kocáb auf Bitten Václav Havels komponierte. Die Idee zu den 25 m hohen Fahnenstangen aus Tannenholz stammt von Joze Plecnik. Inmitten des kargen zweiten Burghofs steht besonders auffällig der Sandstein-Barockbrunnen (1686) von Francesco Torre mit Plastiken von Hieronymus Kohl und einem schmiedeeisernen Renaissancegitter. In der 1855 neobarock umgestalteten Hl.-Kreuz-Kapelle von Anselmo Lurago (um 1755) war ab 1961 zeitweise der Schatz des Veitsdoms ausgestellt. Er gilt als künstlerisch wertvollster Domschatz Mitteleuropas, und vor allem Karl IV. hat einige Kuriosa beigetragen (z. B. angebliche Splitter vom Kreuz Jesu).
    Georgs-Statue von Georg und Martin von Cluj
    Georgs-Statue von Georg und Martin von Cluj
    © Czech Tourism
    In den ehemaligen königlichen Ställen ist die Burggalerie untergebracht. Gezeigt werden Gemälde aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Zu den wertvollsten gehört "Die Versammlung der Götter" von Peter Paul Rubens. Im dritten Burghof streckt sich ein 16 m hoher Monolith aus Mrákotín-Granit in die Höhe. Das 1928 aufgestellte Mahnmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs wurde von Joze Plecnik entworfen. Die benachbarte Georgs-Statue (1373) stammt von den Brüdern Georg und Martin von Cluj. Das Burgareal ist täglich von 5 bis 24 Uhr, die Gebäude von 9 bis 17 Uhr und das Goldmachergässchen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintriff beträgt zwischen 50 und 350 kc (je nach Tour). Einige Gärten sind im Winter geschlossen.
  • Daliborka-Turm
    Daliborka-Turm
    Daliborka-Turm
    © Czech Tourism
    Der Turm war Teil einer spätgotischen Befestigung aus dem 15. Jahrhundert und diente bis ins 18. Jahrhundert als Gefängnis. Er trägt den Namen des ersten Häftlings, des Ritters Dalibor von Kozojedy. Der Anführer eines Bauernaufstands soll hier bis zu seiner Hinrichtung 1498 hinreißend Geige gespielt haben. Smetana nutzte vier Jahrhunderte später die Legende für seine Oper "Dalibor". Das Werk wurde 1868 bei der Grundsteinlegung des Nationaltheaters gespielt.
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  • Goldmachergässchen (Zlatá ulicka)
    Goldmachergässchen
    Goldmachergässchen
    © Czech Tourism
    Kaum vorzustellen, aber wahr: Das Touristenamt hat in der schmalen Furt an manchen Tagen mehr Besucher gezählt als auf der Karlsbrücke. Es ist also zu empfehlen, das Gässchen in der Hochsaison eher morgens oder abends zu besuchen.
    Seit einer umfangreichen Renovierung 2011 kostet das Golmachergässchen Eintritt, wer die pittoreske Häuschchen sehen möchte, muss dafür eine kleine oder eine große geführte Tour, für 250 kc bzw. 350 kc (entspricht etwa 10 bzw. 15 Euro) buchen.
    Das einzige Gold, das hier je hergestellt wurde, waren wohl die Erzählungen von Franz Kafka. Der chronisch lungenkranke Autor lebte 1916 einige Zeit in der viel besuchten Nr. 22.
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  • Vladislav-Saal
    Vladislav-Saal
    Vladislav-Saal
    © Czech Tourism
    Mit 62 m Länge, 16 m Breite und 13 m Höhe nimmt der Vladislav-Saal (auch "Huldigungs-Saal" genannt) den 2. Stock des früheren Königspalasts komplett ein. Benedikt Ried aus Piesting hatte den Saal mit romanischen Elementen entworfen (1493-1502). Unter dem spätgotischen Gewölbe wurden früher die böhmischen Könige gewählt, und jeder Staatspräsident seit 1918 ließ sich hier vereidigen. So demokratisch ging es nicht immer zu: Im Mittelalter fanden im Vladislav-Saal Bankette und Turniere statt. Die Ritter kamen dann mit ihren Pferden die Reitertreppe mit den auffallend breiten und flachen Stufen herunter, die heute im Nordflügel den Ausgang bildet.
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