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Dresden beeindruckt mit Kunst und Kultur. Doch es ist die Elbe, die das Lebensgefühl bestimmt.
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Ausflüge

Die Villa Aldobrandini in Frascati
Die Villa Aldobrandini in Frascati
© GNU / Renato Clementi
Castelli romani: Frascati und Castel Gandolfo
Castelli Romani nennen die Römer die hübschen Dörfer und Städtchen an der wohl ältesten Weinstraße der Welt. In Frascati (ca. 20 km südlich von Rom) in den Albaner Bergen hatten schon Cäsar und Brutus ihre Villen, in Castel Gandolfo geht der Papst in die Sommerfrische. An Wochenenden herrscht hier viel Trubel! Anfahrt: von der Ringautobahn Gran Raccordo Anulare (G.R.A.) Autobahn A1 oder N215 bis Frascati bzw. N7 bis Castel Gandolfo. Zug: von Termini jeweils nach Frascati oder Castel Gandolfo. Bus: zwischen Frascati und Castel Gandolfo blaue Cotral-Busse ca. alle 30 Minuten. Bereits die Zugfahrt nach Frascati entlang des Aquädukts bietet Blicke in die campagna, die schon Goethe faszinierten. Das Barockschloss des Kardinals Aldobrandini kann nicht besichtigt werden, nur der Park mit dem Teatro dell‘ Acqua. Aber die meisten Ausflügler wollen sowieso den süffigen weißen Frascati probieren und am Marktstand porchetta, Spanferkel, essen. An der Panoramastraße liegt das beliebte Ausflugslokal Zaraza (Mo, im Winter auch So abends geschl., Viale Regina Margherita 45, Tel. 069 42 20 53, €€). Auf der Fahrt nach Castel Gandolfo haben Sie dann einen wunderbaren Blick auf den vulkanischen Lago di Nemi, der zu Spaziergängen einlädt.
Der beliebteste Mitbürger von Castel Gandolfo ist eindeutig Papst Benedikt XVI. Die alte Fabiola Moroni schickt ihm zum Willkommen und zur Abfahrt Kuchen in den Palast. Sie selbst ist bescheiden geblieben: In ihrer Hosteria La Fraschetta (Montag geschlossen, Via della Repubblica 58, Tel. 069 36 13 12, €) bekommt man noch heute hausgemachte Pasta, etwa "fettucine" mit Steinpilzen, für gerade mal 5 Euro!
Tempel der Sibilla in Tivoli
Tempel der Sibilla in Tivoli
© Emilia Orlandi / Creative Commons
Tivoli: Villa Adriana und Villa d‘Este
Ein Nachmittag in Tivoli sei "das Glück im Quadrat", lässt Max Frisch seinen "Homo Faber" schwärmen. Unter den vielen Villen in Latium ist die Villa Adriana einzigartig und gilt, zusammen mit dem Besuch der Renaissancegärten der Villa d‘Este, als der schönste klassische Ausflug. Die Villa d‘Este liegt direkt in Tivoli 32 km östlich von Rom, die Villa Adriana rund 6 km südwestlich davon. Anfahrt über die Via Tiburtina, Settecamini bis zum Ort namens Villa Adriana, dort rechts Schildern zur Villa Adriana folgen. Per Bahn: Bahnhof Tiburtina bis Tivoli, per Bus: blauer Cotralbus ab Metro B: Ponte Mammolo bis Tivoli Centro, von dort Shuttle zur Villa Adriana. www.comune.tivoli.rm.it
Auf der Fahrt entlang der Ausfallstraße Via Tiburtina passieren Sie wild wuchernde Vorstädte, Fabrikanlagen und den Ort Bagni di Tivoli, dessen Schwefelquellen Ihnen lange vorher in die Nase stechen. Doch die Villa Adriana, die kaiserliche Villa, kurz vor der Stadt Tivoli, liegt in einem herrlichen Stück "campagna" mit Eichen, Pinien und Zypressen. Kaiser Hadrian (76-138 n. Chr.) hatte auf seinen Reisen und Kriegszügen das gesamte Imperium gesehen, bevor sich der weitsichtige Lenker Roms hierher zurückzog. Fasziniert von seinen Reiseeindrücken, ließ der Philosoph nicht nur einen Palast, sondern sozusagen die erste antike Weltausstellung bauen, wo er seinen Besuchern, Beamten und Senatoren die Highlights der römischen Zivilisation vorführen konnte: das Lyzeum und die Stoa Poikile, das Tor der Agora in Athen, kleine und große Thermen, das Tempetal in Thessalien, den Nilkanal zwischen Alexandria und Kanopus, den ein steinernes Nilkrokodil, vier Karyatiden, Amazonen und eine römische Kopie der Aphrodite von Knidos schmücken.
Teatro Maritimo
Teatro Maritimo
© Marie-Lan Nguyen
Seine Mußestunden verbrachte der Kaiser im bizarren Teatro Maritimo, einem kreisrunden, von Wasser umgebenen Inseltempel zwischen Philosophensaal, griechischer und lateinischer Bibliothek. Vielleicht trauerte er dort auch um seinen früh verstorbenen Freund Antinous, ein bildschöner Jüngling, dessen Statuen jeden Winkel seiner Residenz schmücken.
Hadrian starb 138 n. Chr. mit 62 Jahren. Über Jahrhunderte wurde die Villa geplündert. Erst der kunstsinnige Kardinal Alessandro Farnese machte hier im 16. Jh. erste Ausgrabungen, die Kardinal Ippolito d‘Este, seit 1550 päpstlicher Verwalter, fortführte, um seine Villa d‘Este in Tivoli auszuschmücken (täglich geöffnet von 8.30 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang, Tel. 07 74 38 27 33, der Eintritt kostet 6 Euro).
Garten der Villa d‘Este
Garten der Villa d‘Este
Von den Wasserspielen der Villa d‘Este in Tivoli lassen sich unzählige Besucher begeistern. Kardinal Ippolito (1509-72) ließ den terrassenförmigen Garten zu Füßen seiner Prunkvilla anlegen. Bis zu 500 Brunnen und Fontänen plätschern, murmeln, sprühen gleichzeitig und bringen Klang und Farbe in den Renaissancepark. Das ganze Spektakel wird von der "fontana dell‘organo idraulico", einem Wunderwerk von Wasserorgel, inszeniert, die die Gewässer des kleinen Flusses Aniene verteilt (geöffnet Dienstag bis Sonntag von 8.30 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang, Piazza Villa d‘Este, Tel. 199 76 61 66, der Eintritt kostet 6,50 Euro).
Wenn Sie die Kunst mit Genuss verbinden wollen, können Sie im Garten des Antico Ristorante Sibilla direkt neben dem römischen Sibyllentempel speisen, dessen kreisrunde Anlage schon zahlreichen Landschaftsmalern des 18. und 19. Jahrhunderts Modell stand (geöffnet Dienstag bis Sonntag, Via della Sibilla 50, Tel. 07 74 33 52 81, €€).
Cerveteri - Auf den Spuren der Etrusker
Cerveteri liegt 44 km nordwestlich von Rom. Nicht vergessen: Badezeug mitnehmen, denn nach dem archäologischen Ausflug können Sie sich am langen, schwarzen Strand von Ladispoli oder im hellen Sand von Fregene, dem Prominentenstrand der Römer, entspannen. Anfahrt: Cerveteri, Autobahn A12 oder SS1 Via Aurelia. Per Zug: Nahverkehrszug nach Ladispoli (Richtung Grosseto, alle 30 bis 50 Minuten) von der Stazione Termini, umsteigen in den blauen Cotralbus nach Cerveteri, dan folgt noch ein gut einstündiger Fußmarsch bis zu den Nekropolen, im Sommer können Sie den Pendelbus nehmen. www.comune.cerveteri.rm.it
Sarkophag eines Etruskischen Paares
Sarkophag eines Etruskischen Paares
© GNU / Gerard M.
Zu Zeiten, als das alte Rom kaum mehr als ein Dorf war, galt die Etruskerstadt Caere, das heutige Cerveteri, mit 100 000 Einwohnern als eines der größten und blühendsten Gemeinwesen des Mittelmeers. Die Etrusker waren Spezialisten in der Metallgewinnung und -veredelung und schufen in Latium eine Hochkultur, deren Zeugnisse, kunstvolle Bronzen und Sargskulpturen Sie vielleicht schon im Etruskermuseum Villa Giulia in Rom besichtigt haben. Im 5. und 6. Jh. v. Chr. beherrschten die im Zwölferbund zusammengeschlossenen Etruskerstädte das Tyrrhenische Meer und trieben mit Griechen, Phöniziern und Karthagern Handel. Danach begann ihr langsamer Abstieg - und der Aufstieg Roms. 90 v. Chr. wurde Caere als einfaches "municipium" dem "caput mundi" (Haupt der Welt) einverleibt.
Die etruskischen Nekropolen liegen etwas außerhalb von Cerveteri. Leider sind viele Rundgräber schon lange vor Ihrem Besuch von "tombaroli", Grabräubern, geplündert worden. Glücklicherweise entging ihnen die Tomba degli Alari, ein Frauengrab, das 1905 mit komplettem Hausrat, Schmuck und Parfümfläschchen entdeckt wurde. Von den acht Gräbern der Necropoli di Banditaccia, die zur Besichtigung freigegeben sind, ist die Tomba dei Rilievi, das Reliefgrab, mit seinen Stuckdekorationen sicher das eindrucksvollste (geöffnet Dienstag bis Sonntag von 8.30 bis 19 Uhr, im Winter bis 16 Uhr, der Eintritt kostet 4 Euro). Die Grabbeigaben, Waffen und Kultgegenstände finden Sie im Museo Nazionale Cerite im Castello Ruspoli, einem Renaissancepalast an der Piazza S. Maria Maggiore in Cerveteri (geöffnet Dienstag bis Sonntag von 8.30 bis 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei).
Ostia und Ostia Antica - Römischer Kultstrand und klassische Kultur
Strandrummel und stille Ruinenstadt, beides haben die Römer vor der Haustür, keine 30 km entfernt. Nicht vergessen: Badezeug für Ostia oder die südlich gelegenen Strandbäder Anzio und Nettuno, lange Hosen zum Strandreiten in Castel Fusano, Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. Anfahrt: Mit dem Auto über die Autobahn 201 oder die Via del Mare. Mit der S-Bahn ab Magliana (Metro B): Ostia Lido bzw. Ostia Antica. Oder ab Stazione Ferrovie Roma - Lido di Ostia, Piazzale Ostiense (Piramide)
"Ah, bella Ostia", schwärmen alle "ragazzi", wenn sie von dem Strand- und Diskoparadies vor den Toren Roms sprechen. Das Meer ist zwar nicht so türkisblau wie an der Costa Smeralda, aber die Wasserqualität hat sich in den letzten Jahren verbessert, Strände und Pinienhaine sind gepflegter, und manche Badeanstalt, wie der "Kursaal", hat einen eigenen Pool für diejenigen, die kein Meer mögen. Es gibt einen Tauchclub in der Badeanstalt Nuova Pineta (Lungomare L. Catullo 6, Tel. 06 56 47 01 61).
Für Nachtschwärmer, die nach der Disko ins hell erleuchtete Meer tauchen möchten, organisiert die Stadt Ostia neuerdings "Il Mare di Notte", das nächtliche Meer. Am Wochenende sind Ostia und alle anderen Strandbäder in der Umgebung natürlich völlig überfüllt.
Straße in der Ruinenstadt
Straße in der Ruinenstadt
© iessi / Creative Commons
Ostia ist bei der römischen Jugend Kult, Ostia Antica dagegen ist Kultur pur: Nur 5 km vom quirligen Strandbad liegt die stille Ruinenstadt, die einmal Roms "Tor zur Welt" war. Ostia heißt "Mündung", aber der Hafen und Marinestützpunkt, der im 4. Jh. v. Chr. direkt an der Tibermündung lag, ist heute versandet. Ostias Blüte war in der frühen Kaiserzeit: Caligula stiftete die Wasserleitung, Claudius erneuerte das Hafenbecken, und Nero ließ die Caserma dei Vigili, die Polizei und Feuerwehrkaserne, einrichten. Schlendern Sie unter Pinien durch die antiken Ladenstraßen, vorbei am Forum mit seinen Tempeln und Thermen, Schenken, Reedereien, Wohnhäusern und Speichern ("Horrea") und dem Amphitheater. Vergessen Sie nicht, die von Augustus erbaute Piazza degli Corporazioni, den Zunftplatz hinter dem Theater, zu bewundern, wo Sie ein Beispiel für antikes Sponsoring sehen können: Nymphen, Meeresungeheuer und Schiffe als Werbefläche für die Handelshäuser, die ihrerseits das Theater finanzierten (geöffnet Dienstag bis Sonntag von 8.30 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang, der Eintritt kostet 4 Euro).
Keine 200 m Meter vom Eingang zu den Ruinen liegt die Cafeteria und Enoteca Gregoriopoli, wo sich ein kulinarischer Zwischenstopp einlegen lässt (geöffnet Dienstag bis Sonntag, Viale dei Romagnoli 756, Ostia Antica, Tel. 065 65 20 98, €-€€).
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"Ich mag den Spruch einer alten Römerin: Inmitten dieser 3000 Jahre sind meine Sorgen klein."
Autorin Eva-Maria Kallinger kennt "ihre" Stadt in allen Facetten.
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