Es war wie bei "Antigone": Für die Menschen der Antike gab es nichts Schlimmeres, als unbeerdigt und ungeehrt zu bleiben. Die Christen nahmen den römischen Grabkult auf. Da nach dem Zwölftafelgesetz die Toten nicht innerhalb der Stadtmauern bestattet werden durften, boten sich die Tuffsteinhügel entlang den Ausfallstraßen als Gräber an - teils kilometerlange Stollen mit Wandnischen und Grabkammern. An der Via Appia Antica liegt beim Friedhof des heiligen Sebastian ein Talkessel, "catacumba" (griechisch: bei der Senkung) genannt. Der Name setzte sich für alle unterirdischen Totenstädte durch. Achtung: im Januar und Februar sind die Katakomben meist geschlossen.
"Ich mag den Spruch einer alten Römerin: Inmitten dieser 3000 Jahre sind meine Sorgen klein."
Autorin Eva-Maria Kallinger kennt "ihre" Stadt in allen Facetten.