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Casa di Goethe

Atelier in der Casa di Goethe
© www.casadigoethe.it
"O, wie fühl ich in Rom mich so froh! Gedenk ich der Zeiten, da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing", sprach der Aussteiger aus Weimar, der 1786 und 1787 gute 15 Monate in Rom weilte. Der prominente Dichter genoss sein Römerleben unter dem Pseudonym Filippo Möller. Heute ist die Wohnung, die der Geheimrat mit seinem Malerfreund Heinrich W. Tischbein teilte, Museum und Kulturforum. Dienstag-Sonntag von 10-18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.
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Casa de Chirico
Als ob er jeden Moment zurückkommt! Nach dem Tod des surrealistischen Malers Giorgio de Chirico wurde seine bohemehafte Wohnung zum Museum umgewandelt. Montag-Freitag von 10-13 Uhr geöffnet, nur nach Anmeldung. Der Eintritt kostet 5 Euro.
Straße:
Piazza di Spagna 31
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Casa dell‘Architettura
Neues Veranstaltungshaus für Architekturthemen. Täglich von 10-18 Uhr geöffnet.
Straße:
Piazza M. Fanti 47
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Centrale Montemartini
Eine strahlend weiße Venus, die Aphrodite von Knidos, römische Kaiser, Feldherren und Philosophen im E-Werk zwischen verrußten Maschinen? Die reizvolle Unterbringung der Helden und Götter sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Dienstag-Sonntag von 9.30-19 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 4,20 Euro, ein Kombiticket mit Musei Capitolini 8,30 Euro.
Nahverkehr
Bus 702, 716, Tram 3
U-Bahn
Metro B: Piramide oder Garbatella
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Crypta Balbi
Ein vorchristliches Mithräum - der Mithraskult war unter Legionären verbreitet - und die Reste des Teatro di Balbo aus der römischen Kaiserzeit (13 v. Chr.) wurden im Gewölbe eines mittelalterlichen Stadthauses freigelegt. Vorzüglicher Querschnitt durch die römische Architekturgeschichte von der Antike bis zur Frührenaissance. Geöffnet Dienstag bis Sonntag vob 9 bis 19.45 Uhr, der Eintritt kostet 4,20 Euro.
Straße:
Via delle Botteghe Oscure 31
Nahverkehr
Bus 40, 46, 62, 64, 70, Tram 8
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Galleria Borghese
Wunder gibt es, aber die dauern in Rom etwas länger: Nach siebzehnjähriger Restaurierung wurde das barocke Lustschlösschen des Kardinals Scipione Borghese, der nicht nur ein Förderer des jungen Gianlorenzo Bernini, sondern einer der größten Kunstmäzene der Welt war, wieder eröffnet. Im Erdgeschoss sehen Sie Berninis Skulpturen "Daphne und Apoll", "David", der "Raub der Proserpina" und die strahlende Nacktheit der "Paolina Borghese", Schwester Napoleons, von Antonio Canova. Im ersten Stock hängt die berühmte Gemäldesammlung des Kardinals, darunter Werke von Lucas Cranach d. Ä., Tizian, Paul Veronese, Raffael, Peter Paul Rubens und Caravaggio. Dienstag-Sonntag von 9-19 Uhr geöffnet, nur mit Vorbestellung (ital. und engl.), der Eintritt kostet 6,50 Euro plus 12 Euro Buchungsgebühr.
Straße:
Piazzale Scipione Borghese 5
Telefon:
06328101 / Fax 06326
Nahverkehr
Bus 52, 53, 116, 490, 495
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Galleria Doria Pamphili
Die Rokokofassade des Palazzo Doria Pamphili an der Via del Corso wirkt düster und abgasgeschwärzt. Doch die goldverzierte, mit Fresken ausgemalte Galerie, in der an seidentapezierten Wänden die Tizian- und Velazquez-Gemälde gleich dreifach übereinander hängen, lohnt sich ausgesprochen. Freitag bis Mittwoch von 10-17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 8 Euro.
Straße:
Piazza del Collegio Romano 2 (Corso)
Nahverkehr
Bus 62, 63, 117, 119
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Galleria Nazionale d‘Arte Antica
(im Palazzo Barberini)
So manch ein Tizian oder Tintoretto muss im Keller bleiben, weil in den barocken Sälen die Herren Offiziere tafeln. Das italienische Heer hat nämlich einen Großteil des Palazzo Barberini als Offizierskasino besetzt. In der Museumshälfte können Sie jedoch Meisterwerke wie die "Fornarina" von Raffael, "Narziss an der Quelle" von Caravaggio oder "Heinrich VIII." von Hans Holbein sehen. Für die Besichtigung der Säle des 18. Jahrhunderts bitte vorbuchen: Tel. 064 82 41 84 oder www.ticketeria.it. Dienstag-Sonntag von 8.30 bis 19 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 5 Euro.
Straße:
Via delle Quattro Fontane 13
Nahverkehr
Bus 62, 63, 116
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Galleria Nazionale d‘Arte Moderna
Ein Überblick der Kunst des 19./20. Jahrhunderts mit Werken u.a. von Giorgio de Chirico, Gustav Klimt, Vincent van Gogh und Henry Moore. Gut bestückter, witziger Museumsshop: Libreria Gnam. Dienstag-Sonntag von 9-19.30 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 8,30 Euro.
Straße:
Viale delle Belle Arti 131
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Galleria Nazionale Villa Farnesina
Als Raffael das Fresko "Amor und Psyche" malte, soll ihm die Geliebte des Hausherrn, Bankier Chigi, Modell gestanden haben. Ansonsten ist vor allem der restaurierte Bau der Villa Farnesina, den Agostino Chigi 1508 von Baldassare Peruzzi bauen ließ, sehenswert. Montag-Samstag von 9-13 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 4,10 Euro.
Straße:
Via della Lungara 230
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Galleria Spada
Der Palast von 1540 ist selbst ein Meisterwerk des italienischen Manierismus. Aber lassen Sie sich zusätzlich von der perspektivischen Spielerei im Innenhof verwirren, die Francesco Borromini für Kardinal Bernardino Spada, entworfen hat. Die Marsstatue erscheint groß und unendlich weit entfernt, dabei ist der Durchgang nur 9 m lang und die Statue 1 m hoch. Eine optische Täuschung - die Kolonnaden verkleinern sich nach hinten.
Im Obergeschoss des Palasts befindet sich eine gute Gemäldesammlung des 17. und 18. Jahrhunderts mit Werken von Annibale Carracci, Tizian, Guido Reni, Domenichino und Caravaggio. Dienstag-Sonntag von 9-19.30 Uhr geöffnet, im Winter bis 14 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro.
Straße:
Piazza Capo di Ferro 3
Nahverkehr
Bus 62, 64, 116
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MACRO
(Museo d‘Arte Contemporanea Roma)
Kunst des 20. Jahrhunderts und Ausstellungen zeitgenössischer Werke in der Fabrikhalle der früheren Bierbrauerei Peroni, dazu diverse Veranstaltungen, auch in der Filiale am Testaccio, dem einstigen Schlachthof. Dienstag-Sonntag von 9-19 Uhr, der Eintritt kostet 5,20 Euro.
Straße:
Via Reggio Emilia 54
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Musei Capitolini

Fassade des Palazzo Nuovo
© Marie-Lan Nguyen
Die Kapitolinischen Museen sind die ersten öffentlichen Schausammlungen der Welt, eingerichtet 1471 von Papst Sixtus IV. auf dem Kapitol. Die beiden von Michelangelo gestalteten Gebäude Palazzo Nuovo und Palazzo dei Conservatori beherbergen einzigartige Antiken wie die "Kapitolinische Venus", den "Sterbenden Gallier" und zahlreiche Kaiser- und Philosophenbüsten. Das Prunkstück aber ist der echte Kaiser Marc Aurel. Das edle Reiterstandbild steht seit Ende 2005 unterm Glasdach im Giardino Romano, einem Innenhof des Palazzo dei Conservatori. Des Kaisers Kopie befindet sich weiterhin auf dem Kapitolsplatz. Gönnen Sie sich einen Pause in der Cafeteria auf dem Dachgarten (auch für Nicht-Museumsbesucher) - der Blick ist einmalig! Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 9 bis 20 Uhr, der Eintritt kostet 6,20 Euro, mit Centrale Montemartini 8,30 Euro, am letzten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei, eine 1,5-stündige Führung (ital./engl.) kostet 3 Euro.
Straße:
Piazza del Campidoglio
Nahverkehr
Bus 95, 117, 119, 160, 175, 850
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Museo dei Padri Cappuccini

Museo dei Padri Cappuccini
© www.museocappuccini.it
An der Via Veneto können Sie einen makabren, aber sehr ökonomischen Totenkult betrachten. Schädel auf Schädel, Knöchlein auf Knöchlein, so haben die Kapuziner etwa 4000 Ordensbrüder in früheren Jahrhunderten in Grabkammern unter Santa Maria della Concezione bestattet. Freitag-Mittwoch von 9-12 Uhr und von 15-18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Straße:
Via Vittorio Veneto 27
Nahverkehr
Bus 58, 63, 116
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Museo della Civiltà Romana
Das einzige Museum, das kein Original, aber viele erstklassige Kopien besitzt, darunter ein 40 m² großes Rommodell aus konstantinischer Zeit. Dienstag-Samstag von 9-14 uhr geöffnet, Sonntag von 9-13 Uhr, der Eintritt kostet 6,20 Euro.
Straße:
Piazza Giovanni Agnelli (EUR)
Nahverkehr
Bus 30, 170, 671, 714
U-Bahn
Metro B: EUR Fermi
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Museo delle Anime del Purgatorio
(Chiesa Sacro Cuore del Suffragio)
Haben Sie Lust auf Kurioses? Wer zur Hölle fährt, darf nie zurück, heißt es. Doch manchem erschien schon die Schwiegermutter oder der Erbonkel. Beweise? Die schwelenden Seelen hinterließen Brandmale auf Betttüchern und Kissen. Und die hängen hier, im "Museum der Seelen im Fegefeuer". Täglich von 8-11 Uhr und von 16-17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Straße:
Lungotevere Prati 12
Nahverkehr
Bus 30, 70, 492
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Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia
Die Sommerfrische, die sich Papst Julius III. (1550-55) bauen ließ, beherbergt seit 1889 das Etruskische Museum mit Funden aus den Nekropolen in Latium, Umbrien und vor allem der Toskana: Gläser, Schmuck, Grabbeigaben und Sarkophage. Im Garten die Rekonstruktion eines Tempels aus Alatri. Dienstag-Sonntag von 8.30-19.30 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 4 Euro.
Straße:
Piazzale di Villa Giulia 9
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Palazzo Altemps
Aphrodite, Apoll, Hermes und Ares: Die göttlichen Skulpturen der Ludovisisammlung haben im prunkvoll restaurierten und freskengeschmückten Palazzo Altemps gleich hinter der Piazza Navona Einzug gehalten. Dienstag-Sonntag von 9-19.30 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 5 Euro.
Straße:
Piazza S. Appollinare 46
Nahverkehr
Bus 70, 81, 116, 492
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Palazzo delle Esposizioni

Fassade des Palazzo delle Esposizioni
© Ilona Laufersweiler / pixelio.de
Seit 1990 dient der strahlend weiße Gründerzeitpalast als Kunsthalle, wo Sie internationale Ausstellungen von Odysseus bis Edward Hopper sehen können. Nach einer umfassenden Renovierung lockt der Palazzo neben wechselnden Ausstellungen außerdem mit einem Kino, Restaurant, Cafeteria und Buchladen.
Montag geschlossen, Sonntag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag sind die Ausstellungen von 10-20 Uhr geöffnet - Freitag und Samstag sogar bis 22:30 Uhr!
Straße:
Via Nazionale 194
U-Bahn
Metro A: Repubblica
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Palazzo Massimo alle Terme
Die antiken Skulpturen im Erdgeschoss zeigen vortrefflich den römischen Alltag. Dagegen präsentieren der märchenhafte türkisfarbene Speisesaal Kaiserin Livias und die zarten Fresken der Gemächer kontrastreich den Stil der antiken Upper Class. Dienstag-Sonntag von 9-19.45 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 7,50 Euro.
Straße:
Largo di Villa Peretti 1
U-Bahn
Metro A, B: Termini
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Palazzo Ruspoli
Im Renaissancepalast werden Antikenausstellungen gezeigt. Sonntag-Freitag von 10-20 uhr geöffnet, Samstag von 10-22 Uhr, der Eintritt kostet 6 Euro.
Straße:
Via del Corso 418
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Scuderie Papali
In den päpstlichen Stallungen können Sie, wo früher die Rösser der Päpste schnaubten, nun interessante Wechselausstellungen sehen. Öffnungzeiten und Eintrittspreise richten sich nach der jeweiligen Ausstellung.
Straße:
Via XXIV Maggio 16
Nahverkehr
Bus 60, 64, 70, 71, 117, 170
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Vatikanische Museen
Sie sind die größten Museen der Welt, beherbergen Kunstwerke in über 1400 Räumen. Hier gibt es alles: ägyptische Mumien, edle griechische Plastiken, römische Mosaiken, Sarkophage, Manuskripte, unzählige Gemälde, das berühmteste aller Geheimarchive, ethnologische Raritäten der Missionare, die Reisewagen inklusive Mercedes 600 der Päpste und natürlich die Sixtinische Kapelle, die Stanzen von Raffael und die Laokoongruppe. Die Biblioteca Apostolica besitzt 60 000 wertvolle Handschriften, 7000 Inkunabeln und rund 800 000 Drucke. Im 20. Jahrhundert wurden die Museen noch um die Völkerkundliche Sammlung aus den Missionsländern und die Collezione dArte Religiosa Moderna, die Papst Paul VI. 1973 anlegen ließ, erweitert. Sie enthält Werke von Marc Chagall, Maurice Utrillo, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Otto Dix und Giorgio de Chirico.

Der einzigartige Kunstparcours durch die 14 Museen mit 50 000 Objekten ist 7 km lang. Um diesen kulturellen Marathon auch zu genießen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Sie kommen an mehreren Tagen, oder Sie haben Mut zur Lücke und wählen einen der kürzeren Rundgänge, der aber wie alle anderen zum Schluss zu Raffaels Stanzen und durch die Sixtinische Kapelle führt. Alle Wege sind Einbahnstraßen, um die 2 Millionen Besucher im Jahr ohne größere Staus hindurchzuschleusen. Von März-Oktober Montag-Samstag von 8.45-15.45 Uhr geöffnet, letzter Einlass um 14.20 Uhr, von November-Februar Montag-Samstag von 8.45-13.45 Uhr geöffnet, letzter Einlass um 12.20 Uhr, der Eintritt kostet 12 Euro, am letzten Sonntag im Monat von 9-13.45 Uhr ist der Eintritt gratis.
Straße:
Eingang: Viale Vaticano, 10 Minuten zu Fuß vom Petersplatz
Nahverkehr
Bus 32, 81, 98
U-Bahn
Metro A: Cipro-Musei Vaticani
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Appartamento Borgia
(Vatikanische Museen)
Pinturicchio malte die Gemächer (1492-95) des Borgiapapsts Alexander VI. aus. Hier soll Cesare Borgia, Sohn des Papsts, seinen Schwager, Alfonso dAragon, im Jahr 1500 ermordet haben.
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Cappella Sistina
(Vatikanische Museen)
"Es ist wie die erste Reise zum Mond", hatte der Chefrestaurator der Sixtinischen Kapelle, Fabrizio Mancinelli, prophezeit, "danach wird die Kunstwelt verändert sein." Tatsächlich kam bei der Restaurierung des künstlerischen Heiligtums in den 1990er-Jahren ein ganz neuer Michelangelo zum Vorschein. Nachdem Schichten von Kerzenruß und Staub entfernt waren, erstrahlten alle Figuren der Schöpfungsgeschichte an der Decke der päpstlichen Hauskapelle in lindgrünen, helllila oder orangefarbenen Gewändern. Der größte Renaissancemaler - auch Il Divino, der "Göttliche", genannt - entpuppte sich als Manierist in Pop-Art-Farben. Die Kunstwelt stand Kopf.
1508-12 hatte Michelangelo Buonarroti (1475-1564) die Decke mit ihrer Gesamtlänge von 41 m ganz allein in Freskotechnik ausgeführt, nicht liegend, wie die Legende besagt, sondern kopfüber, mit einem Kerzenlicht am Hut. Fast 30 Jahre später, als nunmehr 60-Jähriger, beauftragte ihn Papst Paul III. noch mit dem "Jüngsten Gericht" an der Stirnseite der Kapelle. Doch schon damals war dessen Enthüllung Weihnachten 1541 ein Skandal: Zum Vorschein kam ein nackter Christus, der mit einer machtvollen Geste einen Wirbel von ebenfalls nackten Heiligen, Auserwählten, Auferstandenen und Verdammten um sich zieht, ein grandioser Schlussakt Michelangelos. Dann stand die Gegenreformation vor der Tür - ein Glück für uns, dass die frommen Reformatoren das Werk nicht gleich wieder zerstörten. Allerdings musste Michelangelos Schüler Daniele de Volterra den Nackten einige Tücher um die edlen Teile malen.
Bei der Restaurierung des "Jüngsten Gerichts" 453 Jahre später gab es endlich mal keinen Skandal, nur Applaus. Der Vatikan hatte sich nämlich bei der delikaten Frage um die Lendentücher mit einem geschickten "Jein" aus der Affäre gezogen. Immerhin 17 der 40 auferzwungenen Lendenschurze durften die Restauratoren abwaschen. Eine späte Genugtuung für Michelangelo, Il Divino.
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Museo Chiaramonti
(Vatikanische Museen)
Im Auftrag von Papst Pius VII., Barnaba Chiaramonti (1800-25), richtete der Bildhauer Antonio Canova Anfang des 19. Jahrhunderts diesen Gang mit rund 1000 Skulpturen der Antike ein: ein Defilee vorbei an Statuen und Köpfen von Augustus, Caesar, Titus, Trajan, Demosthenes, Athene und der Skulptur des hingelagerten "Nil mit seinen 16 Kindern", Personifikation des Stroms und seiner Mündungsarme.
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Museo Gregoriano Egizio
(Vatikanische Museen)
Das päpstliche ägyptische Museum zeigt Mumien und Statuen, die in Ägypten im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts ausgegraben wurden oder aus der Villa Hadrian in Tivoli - Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) war ein großer Ägyptenliebhaber - herbeigeschafft wurden.
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Museo Pio Clementino
(Vatikanische Museen)
1506 schickte Papst Julius II. seinen Hofbildhauer Michelangelo persönlich ins Goldene Haus, um die im Schutt gefundene Laokoongruppe (2. Jahrhundert v. Chr.) zu begutachten: Grundstein für die umfangreichste Antikensammlung der Welt mit erlesenen griechischen und römischen Originalen. Im Cortile del Belvedere (Belvederehof) stehen der "Apoll von Belvedere" (4. Jahrhundert v. Chr.) und die 1506 aufgefundene "Laokoongruppe" aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Schon Michelangelo rühmte den "Torso von Belvedere" im Atrio del Torso in höchsten Tönen. Eine weitere Berühmtheit ist die römische Kopie der "Venus von Praxiteles" (4. Jahrhundert v. Chr.).
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Pinacoteca
(Vatikanische Museen)
Gezeigt werden in chronologischer Abfolge Gemälde vom Mittelalter bis zum späten 19. Jahrhundert, 18 Säle mit Werken von Giotto, Fra Beato Angelico, Filippo Lippi, Lukas Cranach, Perugino, Raffael, Leonardo da Vinci, Pietro da Cortona, Tizian, Paolo Veronese, Caravaggio und Anthonis van Dyck.
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Stanze e Logge di Raffaello
(Vatikanische Museen)
Vier Säle ließ sich Papst Julius II. von Raffael ausmalen, die so genannten Stanzen, und die dazugehörigen Loggien sind ein Höhepunkt der italienischen Renaissancemalerei. Raffaels Fresko der "Schule von Athen" - in dessen Mittelpunkt die Philosophen Plato und Aristoteles vor imposanter Renaissancearchitektur stehen - und sein dramatischer "Borgobrand" leuchten in frisch restaurierten Farben. Die zwölf Arkaden der Loggien malte Raffael mit antikisierenden Groteskenbändern und Szenen aus dem Alten Testament aus, nur ein einziges Fresko entstammt dem Neuen Testament.