Eine Sommerresidenz, die bequemer, luftiger und moderner sein sollte als der Vatikan, wünschte sich einst Papst Gregor XIII. (1572-85). Nach der italienischen Einigung war der Renaissancepalast Sitz der italienischen Könige, heute spaziert der Staatspräsident durch die schönen Barockgärten. Einige Repräsentationssäle und die Barockgärten sind sonntags für Besucher geöffnet. Sonntag von 8.30-12 Uhr geöffnet, im Juli und August geschlossen, Eintritt frei.
Im eleganten Palazzo Farnese nahe dem Campo de Fiori residiert die französische Botschaft. Leider dürfen Sie nicht einmal einen Blick in den von Michelangelo 1546 gestalteten Innenhof werfen. "Sischerheit", sagt der französische Posten. Wenn Sie unbedingt die schöne Galerie mit den berühmten Fresken von Annibale Carracci (1597-1604) sehen wollen, dann müssen Sie vier Wochen vorher einen schriftlichen Antrag beim Kulturattaché der französischen Botschaft stellen.
Der trutzige Palast, den der venezianische Kardinal Pietro Barbo, der spätere Papst Paul II., 1451 bauen ließ, gehörte 200 Jahre der Republik Venedig, fiel dann den Habsburgern zu und wurde schließlich Regierungssitz von Benito Mussolini. Heute ist hier ein Kunstgewerbemuseum untergebracht.
Straße:
Piazza Venezia
PLZ/Stadt:
Rom
Nahverkehr
Bus 40, 63, 64, 117, 119
Karte
Palazzo Borghese
Die Römer nennen den Stadtpalast der römischen Adelsfamilie Borghese - nicht zu verwechseln mit der Villa Borghese (siehe Parks) und der Galleria Borghese (siehe Museen) - wegen seiner kuriosen Form Cembalo, denn die kurze Fassade mit den zwei Säulenbalkons zum Tiberufer gleicht einer Tastatur. Kardinal Camillo Borghese, später Papst Paul V. (1605-21), schenkte den Palast seinen Brüdern. Auch wenn das Gebäude heute Behörde ist, gehen Sie trotzdem in den repräsentativen barocken Innenhof mit seinen 96 Säulen, den Rundbögen und klassischen Statuen.
Straße:
Piazza Borghese, Via Ripetta
PLZ/Stadt:
Rom
Nahverkehr
Bus 81
Karte
Palazzo della Cancelleria
Der große Stadtpalast wurde durch 60 000 Scudi (etwa 700 000 Euro) finanziert, die 1483 Kardinal Raffaele Riario einem Kollegen beim Glücksspiel abknöpfte. Die jungen Herren waren Papstneffen und nebenbei aus reichen Familien. Seit 1870 befindet sich hier die Apostolische Kanzlei mit der Sacra Romana Rota, dem Päpstlichen Ehegericht.
Straße:
Piazza della Cancelleria
PLZ/Stadt:
Rom
Nahverkehr
Bus 40, 62, 64, 116
Karte
Palazzo Madama
Papst Clemens VII. (1523-34) von Medici brachte das politische Kunststück fertig, seinen unehelichen Sohn Alessandro mit der unehelichen Tochter Karls V., Margarethe von Parma, zu verheiraten. "Madama", wie die Römer sie liebevoll nannten, lebte nur ein Jahr in diesem Renaissancepalast, da wurde ihr Gemahl ermordet. Seit 1871 residiert hier der italienische Senat.
Straße:
Corso di Rinascimento
PLZ/Stadt:
Rom
Nahverkehr
Bus 70, 81, 87, 492
Karte
Stadtplan Rom
ROM
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