Stadtviertel
Esposizione Universale di Roma - EUR
Für die geplante Weltausstellung 1942, die wegen des Zweiten Weltkriegs nicht stattfand, ließ Benito Mussolini auf halbem Weg zwischen Rom und Ostia ein monumentales, geradezu futuristisches Viertel bauen, die Esposizione Universale di Roma, EUR genannt. Schon von weitem sehen Sie den quaderförmigen Palazzo della Civiltà del Lavoro mit seinen 216 Fensternischen. Die Kuppel des Palazzo dei Congressi gehört zu den ästhetischen Beispielen faschistischer Architektur, ebenso wie das Museo della Civiltà Romana, welches zwar kein einziges Original, aber zahlreiche exzellente Kopien beherbergt.
| U-Bahn: |
Metro B: EUR Marconi |
| Nahverkehr: |
Bus 30, 170 |
| Homepage: |
www.eur2000.it |
| Karte: |
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Kaum sind Sie an der Piazza Sonnino links oder rechts in die Via Lungaretta eingebogen, tauchen Sie in ein Gewirr von Gässchen ein, wo früher die Wäsche über der Straße hing, und alte Leute ihre Stühle zum Plausch aufs Pflaster rückten. Schön ist Roms größtes Dorf Trans Tiberim - also jenseits des Tibers, wie es zu Augustus‘ Zeiten hieß - noch immer. Freilich ein wenig zu herausgeputzt. Das einstige Handwerkerviertel hat sich zu einem Nobel- und Kneipenviertel vor allem für Ausländer entwickelt. Die Restaurants um den achteckigen Brunnen von Santa Maria in Trastevere werden immer unerschwinglicher. Aber es gibt noch viele alte Trasteverianer, die ihre kleinen, verwinkelten Wohnungen um keinen Preis verkaufen. Und die, die fortgezogen sind, kommen jedes Jahr im Juli zur Festa de Noantri zurück.
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Ironie der Geschichte: 1870, im selben Jahr, als das Erste Vatikanische Konzil dem Papst die Unfehlbarkeit in Glaubensfragen bescheinigte, vertrieben die italienischen Einheitstruppen den Pontifex Maximus aus Rom. Damit fiel die letzte Bastion des Kirchenstaats, der sich früher über ganz Mittelitalien erstreckte. Der Heilige Vater zog sich in den Vatikan zurück. Erst 1929, als Benito Mussolini und Pius XI. die Lateranverträge schlossen, normalisierten sich die Beziehungen. Der Vatikan wurde wieder ein souveräner Staat, der kleinste der Welt auf rund 440 000 m² Land. Seinen 600 Untertanen mit vatikanischem Pass und den 2000 italienischen Angestellten, die jeden Morgen die Schweizergarden passieren, mangelt es an nichts. Sie müssen nicht einmal Steuern zahlen. Der Stato della Città del Vaticano hat eigene Supermärkte, Radiosender und einen Hubschrauberlandeplatz, wo Benedikt XVI. vom Vatikan nach Castel Gandolfo schwebt. Zudem besitzt er eine eigene, 110 Mann starke Schweizergarde, eigene Münzen, Briefmarken und eine Post, die im Gegensatz zur italienischen zuverlässig funktioniert (Postamt auf dem Petersplatz). Ein ganz normaler Staat also, allerdings hat er Nachwuchsprobleme und besteht (fast) nur aus Männern.
19. April 2005: Kleine weiße Rauchwölkchen über der Sixtinischen Kapelle symbolisieren der Welt: Habemus papam - wir haben einen Papst. Oder, wie die Bildzeitung euphorisch titelte: "Wir sind Papst!". Denn mit Benedikt XVI., wie Kardinal Joseph Ratzinger sich nennt, kam nach Jahrhunderten wieder ein Deutscher auf den Stuhl Petri. Die Italiener, im fast zweitausendjährigen Umgang mit 265 Päpsten geübt, stellen dem Neuen aus Marktl am Inn wohlwollende Noten aus. Zwar ziehen laut Umfrage des Wochenmagazins "Espresso" immer noch zwei Drittel aller Befragten den charismatischen Johannes Paul II. vor. Doch halten viele den gestrengen Theologieprofessor für offen und dialogbereit. Zu Benedikts Mittwochs-Audienzen kommen immerhin mehr als doppelt soviel Gläubige wie unter seinem Vorgänger. Und dass der 78-jährige Papst gerne modische Accessoires wie Markensonnenbrille und rote Maßschuhe à la Prada trägt, trifft bei den Römern eh auf Sympathie.
| U-Bahn: |
Metro A: Cipro-Musei Vaticani |
| Nahverkehr: |
Bus 40, 62 |
| Homepage: |
www.vatican.va |
| Karte: |
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Zwischen Piazza del Popolo, Spanischer Treppe, Piazza Venezia und dem Tiberknie liegt das historische Zentrum mit seinen Renaissance- und Barockpalästen, den übersprudelnden Brunnen und den verwinkelten Gassen. Doch Roms Herz hat seine modernen Plagen. Wahnsinnsmieten haben die Bevölkerung vertrieben, Schmiede und Korbflechter können sich gegen Jeansläden nicht mehr behaupten, die Restaurants sind zu teuer geworden, und der Verkehr treibt die Innenstadt zum Infarkt. Dabei ist das historische Zentrum eigentlich von 7-19 Uhr und ab 22 Uhr nachts gesperrt. Doch Ausnahmegenehmigungen gibt es immer...
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| Karte: |
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San Lorenzo, ein früheres Arbeiterviertel, ist heute Studentenhochburg. Vor der kleinen Zentrale der linksdemokratischen PDS (Exkommunisten) in der Via Latini stehen Männer herum und lesen die Parteizeitung. Der Markt am Largo dei Osci ist noch billig, und einen Teller Pasta gibt es in den Kneipen zum angemessenen Preis.
| Nahverkehr: |
Tram 3, 19 |
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| Karte: |
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