Wie viele Facetten dieses urbanistische Wunder aufweist, das pro Jahr von über 10 Millionen Besuchern aus aller Welt heimgesucht wird, zeigen die gegensätzlichen Stimmungen, in die es seine Bewohner und Gäste zu versetzen vermag. Da ist, allgegenwärtig und für zu Depressionen neigende Menschen nicht ungefährlich, seine melancholische und morbide Seite. Unweigerlich denkt man an die schwermütigen Verse von Lord Byron, Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal, oder an unsterbliche Thriller wie den von Patricia Highsmith über die Kälte Venedigs, dann natürlich an Daphne du Mauriers Gondeln, die Trauer tragen, und zu guter letzt an Thomas Manns, von Luchino Visconti kongenial verfilmte Novelle "Tod in Venedig".
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