Der Söldnerführer Bartolomeo Colleoni war ein Schlitzohr: Als er 1475 starb, vermachte er der Republik ein immenses Vermögen - unter der Bedingung, dass ihm vor San Marco ein Reiterstandbild errichtet werde. Gemeint hatte er natürlich die Markuskirche. Doch die Dogen erwiesen sich als noch raffinierter und verewigten den verdienstvollen, aber aus Bergamo stammenden, also ausländischen Mann statt vor der Basilica vor der Scuola gleichen Namens. Was nichts daran ändert, dass das von dem Florentiner Bildhauer Andrea Verrocchio in Bronze gegossene Reiterstandbild zu den prachtvollsten Renaissancedenkmälern in ganz Italien zählt.
Straße:
Campo Santi Giovanni e Paolo
Nahverkehr:
Anleger: Ospedale
Karte:
Goldoni-Denkmal
Sogar in Bronze gegossen scheint Carlo Goldoni, Venedigs großer Komödienschreiber, noch vor sich hin zu schmunzeln. Was bei dem Standplatz kaum verwundert, dient doch der Campo San Bartolomeo den Venezianern als besonders beliebter Treffpunkt zum Tratschen und Festefeiern bis spät in die Nacht. Geschaffen wurde die charmante Statue 1883 von Antonio del Zotto.