15 der kunsthistorisch bedeutsamsten Kirchen haben sich zur Associazione Chiese di Venezia/Chorus (Tel. 04 12 75 04 62, www.chorusvenezia.org) zusammengeschlossen. Der Chorus Pass, ein Sammelticket für 9 Euro (Studenten bis 29 Jahre 6 Euro), berechtigt zeitlich unbegrenzt zum Besuch aller dieser Gotteshäuser. Der Einzeleintritt zu den wichtigen Kirchen liegt meist bei 2,50-3 Euro. Führungen zu anderen, eher selten besuchten Kirchen wie San Pantalon, Carmini oder San Francesco della Vigna bietet die Associazione Sant‘Apollonia an (Tel. 04 12 70 24 64, www.provincia.venezia.it/assap, Montag-Freitag von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet).
Die unmittelbar neben dem Bahnhof gelegene Kirche aus dem 17. Jahrhundert ist ein Werk von Baldassare Longhena. Ihre prächtige Barockfassade erstrahlt nach Jahren der Verhüllung durch ein Gerüst seit kurzem in frischem Glanz. Ihr wertvolles Deckenfresko von Giambattista Tiepolo hingegen haben, sieht man von einigen wenigen Fragmenten ab, 1915 österreichische Bomben zerstört.
Nahverkehr:
Anleger: Ferrovia
Karte:
Gesuati
Blick vom Canal auf die Chiesa Gesuati
Eine Stippvisite während des Bummels über den malerischen Zattere-Kai lohnt dieser vom großen venezianischen Rokokoarchitekten Giorgio Massari entworfene Sakralbau, wartet er doch mit schönen Deckenfresken von Giambattista Tiepolo und Altarbildern von Tintoretto, Giovanni Battista Piazzetta und Sebastiano Ricci auf.
Montag-Samstag von 10-17 Uhr geöffnet, von Juni-September außerdem Sonntag von 13-17 Uhr.
Nahverkehr:
Anleger: Zattere
Karte:
Redentore
Redentore auf der Insel Guidecca
Der Anlass für den Bau der "Erlöser"-Kirche war ein Gelübde, mit dem Venedigs Senat das Ende einer Pestepidemie herbeizuführen hoffte. Ihr Architekt: der große Andrea Palladio, Europas Lehrmeister in Sachen Klassizismus. Das Ergebnis ist ein Gotteshaus von vollendeten Proportionen, dessen schneeweiße, antikisierende Fassade alle Blicke auf sich zieht.
Von September-Juni täglich geöffnet, im Juli und August Montag-Samstag von 10-17 Uhr, Sonntag von 13-17 Uhr.
Für den Besuch dieser Franziskanerkirche in der etwas entlegenen Nordostecke von Castello gibt es einen Hauptgrund: ihre an einen Tempel der Antike gemahnende Fassade, die kein Geringerer als Andrea Palladio entwarf. Bei der Gelegenheit durchaus beachtenswert sind im Inneren die Madonna von Paolo Veronese und die Muttergottes von Giovanni Bellini. Sonntag-Freitag von 15-19 Uhr geöffnet.