Wiener AFRIKA-TAGE
Ein afrikanisches Volksfest mitten in Wien
Vom 30. Juli bis 15. August finden auf der Wiener Donauinsel Floridsdorfer Brücke bereits zum sechsten Mal die Afrika-Tage statt. Rund 1000 Musiker, Tänzer, Aussteller, Gastronome und Künstler aus ganz Afrika stellen die lebhafte und vielfältige Kultur ihres Kontinents live vor, ganz unter dem Motto "17 Tage Lebensfreude pur"!
Ein Stück Afrika auf der Donauinsel
Mittelpunkt des Festivals ist auch dieses Jahr wieder der original afrikanische Bazar. Hier kann man alle wichtigen Gegenstände für einen afrikanischen Lebensstil kaufen, z.B. die Zutaten für ein traditionelles Couscous-Gericht mit dem dazu passenden Tontopf. Man kann sich die Haare flechten lassen, wahlweise auch mit Kunsthaar, und bekommt die Kosmetikgeheimnisse der afrikanischen Frauen enthüllt. Auch traditionelle Gewänder und Schmuck sind im Angebot. Wer lieber seine Wohnung dekorieren möchte, der kann hier afrikanisches Kunsthandwerk oder Kleinmöbel erwerben.
Im Biergarten können, begleitet von afrikanischer Musik, typische Spezialitäten wie Kochbanane oder Lengalenga, ein nigerianischer Spinateintopf, genossen werden. Dazu gibt es afrikanische Weine, Tee- und Kaffeespezialitäten.
Afrika für die Kleinen
Auch die kleinsten Besucher werden dazu ermutigt, Afrika kennenzulernen. Die Montessoripädagogin Susanna Mlango hat für sie ein großes Afrikarätsel entworfen. Außerdem können sie afrikanische Tänze, einzelne Ausdrücke verschiedener afrikanischer Sprachen und Trommeln erlernen. Die kreative Seite der Kleinsten kommt auch nicht zu kurz: Ihre selbstgebastelten Tonfiguren und Musikinstrumente können sie anschließend als Andenken mit nach Hause nehmen.
Angélique Kidjo
Musikalische Highlights
Jeden Tag treten auf der Hauptbühne andere Topstars aus Afrika und aller Welt auf. Den Auftakt macht am 30. Juli unter anderem der gesellschaftskritische Rastafari Hans Söllner mit seinem bayrischen Reggae.
Am Tag darauf geht es weiter mit der in Deutschland lebenden US-amerikanischen Jazz- und Blues-Sängerin Marla Glen, die sich bereits seit vielen Jahren für soziale Angelegenheiten engagiert und nun schon zum zweiten Mal dabei ist. Die Family Kuti Band aus Österreich präsentiert am gleichen Tag ihren afrikanischen Groove in einer bunten Liveshow.
Zum Abschluss des Festivals gibt es noch einmal zwei absolute Highlights: Am 14. August tritt die ursprünglich aus Benin stammende UNESCO-Botschafterin Angélique Kidjo auf. Mit ihrer Weltmusik in den Sprachen Fon und Yoruba, aber auch in Englisch und Französisch, begeistert sie jedes Mal aufs Neue wieder ihr Publikum. Den Abschluss macht schließlich Rocky Dawuni, der "Bob Marley von Ghana".
Family Kuti Band
Hilfe für Afrika
Allerdings soll auf den Wiener Afrika-Tagen nicht nur gefeiert, sondern auch aktiv geholfen werden. So haben zahlreiche Hilfsorganisationen einen Stand auf dem Festgelände, wo sie ihre Aktivitäten vorstellen und Spenden sammeln. World Vision beispielsweise unterstützt das Projekt "Ausstattung einer Schule in Mosambik" und der Verein "Brücke nach Äthiopien" vermittelt jungen afrikanischen Familien eine Partnerschaft als Starthilfe. Ute Bocks Flüchtlingsprojekt, das sich um Asylbewerber kümmert, ist ebenso vertreten wie die AIDS-Hilfe Wien und Amnesty International.
Tanzgruppe Iyasa - The Power of Africa
© Fotos: Afrika-Tage Wien