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Dresden beeindruckt mit Kunst und Kultur. Doch es ist die Elbe, die das Lebensgefühl bestimmt.
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Ausflüge

Kahlenberg und Leopoldsberg
Die beiden Hausberge der Wiener lassen sich problemlos erreichen - mit dem Bus 38 A von der U-Bahn-Station Heiligenstadt (U 4, U 6); dieselbe Strecke über Grinzing benutzt auch, wer mit dem Auto vom Stadtzentrum kommt. Für Wanderer führt der schönste Weg von Grinzing in etwa zwei Stunden den Schreiberbach entlang durch das Mukental, von dort über eine lange Treppe auf den Kahlen- und weiter auf den Leopoldsberg.
Blick vom Kahlenberg über Wien
Blick vom Kahlenberg über Wien
© Elisabeth Patzal / pixelio.de
Dieser Ausflug lohnt des phantastischen Panoramas wegen: Bei klarer Sicht blickt man auf Wien und über das ganze Wiener Becken bis hin zum Leithagebirge und zu den slowakischen Karpaten. Die beiden „Gipfel“ im Nordwesten der Stadt sind nicht nur die nordöstlichsten Erhebungen des Wienerwalds, sondern der gesamten Alpen. Der 484 m hohe Kahlenberg hieß bis ins späte 18. Jahrhundert der vielen Wildschweine wegen, die sich in seinen dichten Wäldern tummelten, Sauberg. Damals trug noch die 60 m niedrigere Nachbarkuppe den Namen Kahlenberg. Als man dort jedoch 1683 zu Ehren des amtierenden Kaisers Leopold I. eine ihm geweihte Kirche baute, verlieh man auch dem Boden, auf dem diese stand, den erlauchten Kaisernamen. Der Sauberg wurde in Kahlenberg umgetauft.
Auf dem Leopoldsberg steht inmitten der Ruinen einer Babenberger Festung aus dem 13. Jahrhundert die kleine Leopoldskirche mit ihrer charakteristischen Doppelturmfassade. Zur Einkehr - mit Blick auf Wien - lädt das Restaurant Burg Leopoldsberg (Tel. 370 16 80, Sommer Montag-Samstag 11-23 Uhr, Sonntag bis 20 Uhr, Winter täglich 11-18 Uhr, €€). Im Anschluss empfiehlt sich die Bus- oder Autofahrt über die Höhenstraße, eine in den 1930er-Jahren zwecks Arbeitsbeschaffung errichtete Aussichtsstraße durch den Wienerwald. Von ihr führen Zufahrtswege in die Heurigenbezirke Sievering, Neustift, Pötzleinsdorf und Salmannsdorf. Eine kulinarische Raststation ca. 6 km südwestlich des Kahlenbergs ist das Fischerhaus (Tel. 440 40 93, im Winter Montag, Dienstag geschlossen, €€). Auf dem Weg dorthin empfiehlt sich ein Stopp beim Lebensbaumkreis Am Himmel, einem einzigartigen, als Klangraum gestalteten Naturdenkmal (www.himmel.at).
Lainzer Tiergarten
Mit den Straßenbahnlinien 60 oder 62 von der U-Bahn-Station Hietzing (U 4) am besten erreichbar. An der Haltestelle Hermesstraße in den Bus 60 B umsteigen und mit ihm bis zum Lainzer Tor.
Hermesvilla im Lainzer Tiergarten
Hermesvilla im Lainzer Tiergarten
© WIEN MUSEUM
Seine überdurchschnittliche Lebensqualität verdankt Wien auch seinem Grüngürtel. 1250 km² groß ist der in Liedern, Gedichten und mit Walzermelodien gepriesene Wienerwald, der die Metropole im Westen halbkreisförmig umschließt. Ein 25 km² großer Teil davon, der so genannte Lainzer Tiergarten, liegt innerhalb der Stadtgrenzen. Als letztes Stück unverbauten Wienerwaldes nützen es die Wiener als Naherholungsraum. Ein 80 km langes Netz markierter Wege und etliche Jausenstationen laden hier zu ausgedehnten Wanderungen (Mitte Februar-Mitte November täglich 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit). Schon im Mittelalter diente der Wald den Babenbergern als herzogliches Tiergehege. 1782 ließ Kaiser Joseph II. das „Hofjagdgebiet“ mit einem 24 km langen, bis heute bestehenden Steinwall einfrieden. Für die Allgemeinheit zugänglich wurde das Areal erst 1919. Einen schönen Blick auf die waldige Umgebung können Sie von der Spitze der Hubertuswarte aus genießen. Als größte Attraktion lockt aber die nahe dem Lainzer Tor gelegene Hermesvilla, ein Jagdschlösschen im Stil des Historismus, das Kaiser Franz Joseph in den Jahren 1882-86 von Ringstraßenarchitekt Carl von Hasenauer für seine geliebte Elisabeth errichten ließ und das heute als Außenstelle des Historischen Museums der Stadt Wien regelmäßig für interessante Sonderausstellungen genutzt wird.
Zwei Tipps für Rast und Labung: das Ausflugsgasthaus Zum Hirschg'stemm (etwa 1 Stunde Gehzeit vom Lainzer Tor, kein Tel., Mitte Februar bis Mitte November täglich 10 bis spätestens 18 Uhr, €) und das Caférestaurant Hermesvilla (Tel. 804 13 23, Dienstag-Sonntag 9-18, Winter nur bis etwa 16.30 Uhr, €).
Laxenburg
13 km südlich der Stadtgrenze, mit dem Auto erreichbar über die Triester und weiter über die Laxenburger Straße oder über die Südautobahn A 2, Abfahrt Wiener Neudorf/Laxenburg. Der Bus nach Eisenstadt (stündlich von Wien Mitte) macht in Laxenburg Station.
Die Schlossanlage von Laxenburg ist schön, und schöner noch ist ihr prächtiger, rund 2,5 km² großer Park. Er ist mit Teichen geschmückt und von Kanälen durchzogen, auf denen Sie im Sommer herrlich Boot fahren und im Winter wunderbar Schlittschuh laufen können.
Schon im 14. Jahrhundert besaßen die Habsburger hier, inmitten einer Auwildnis, ein kleines Jagdschloss. 1683 im Zug des Zweiten Türkensturms weitgehend zerstört, wurde es unter Leopold I. in erweiterter Form neu aufgebaut. Kaiserin Maria Theresia veranlasste für ihre 18-köpfige Familie den Bau des „Blauen Hofs“, einer zusätzlichen, spätbarocken Sommerresidenz. Hier verbrachte Kaiser Franz Joseph I. einen Teil seiner Jugend, und Kronprinz Rudolf erblickte hier das Licht der Welt.
Franzensburg
Franzensburg
© helgro / pixelio.de
Entlang der weitläufigen, von imposanten, alten Bäumen gesäumten Spazierwege stoßen Sie immer wieder auf künstliche Ruinen, pseudoantike Tempel, neugotische Brücken, Pavillons, Denkmäler, Grotten. Eindrücklichstes steinernes Symbol für die Neigung der Habsburger zum architektonischen Historisieren ist die Franzensburg. Kaiser Franz I. (II.) hat sich 1798 bis 1836, dem kleinkarierten und deutschtümelnden Geist des Biedermeier entsprechend, dieses „Gartenhaus in Gestalt einer gotischen Burgveste“ errichten lassen. Es steht auf einer Insel inmitten eines riesigen Teichs und ist mit unzähligen Kostbarkeiten ausstaffiert, die der Kaiser, um seinem Ideal einer mittelalterlichen Festung möglichst nahe zu kommen, in Burgen, Kirchen und Klöstern der ganzen Monarchie beschlagnahmen und hier zusammentragen ließ
Der Fußmarsch vom Eingang des Parks zu den Fährbooten, in denen man zu der Pseudoburg übersetzt, dauert ca. eine halbe Stunde. Der Park ist ganzjährig geöffnet. Führungen in der Franzensburg Palmsonntag-Anf. November bei Schönwetter täglich um 11, 14 und 15 Uhr, www.laxenburg.at. Zur Einkehr bieten sich einige schöne Lokale an: auf der Insel der Franzensburg die Café-Meierei (Tel. 02236/71 04 08, April-Oktober täglich 10-18 Uhr, €€), vor dem Parkeingang rechter Hand am Schlossplatz der Laxenburger Hof (Tel. 02236/723 76, Dienstag-Sonntag 9-22 Uhr, €€).
Heiligenkreuz und Mayerling
Das etwa 30 km von Wien entfernte Stift Heiligenkreuz erreichen Sie mit dem Auto, indem Sie der Südautobahn A 2 bis zum Knoten Vösendorf und von dort der Umgehungsautobahn A 21 bis zur Abfahrt Heiligenkreuz folgen. Die schnellste öffentliche Verbindung geht per Schnellbahn (Linien 1 und 2) oder mit dem Zug vom Südbahnhof bzw. mit der Badner Bahn ab Wien-Staatsoper bis Baden und von dort dann weiter per Postautobus.
Von der mittelalterlichen Anlage des Klosters Heiligenkreuz blieb zwar nicht viel erhalten, aber das hat es in sich: Da ist zum einen eine herrliche, teils romanisch-düstere, teils gotisch-helle Stiftskirche mit Altarbildern von Michael Rottmayr und einem prächtigen, geschnitzten Chorgestühl. Und da sind ein wunderbarer, mit Glasfenstern aus dem 13. Jahrhundert versehener Kreuzgang, ein Brunnenhaus und ein Kapitelsaal mit den Gräbern früher babenbergischer Landesherrn.
Karmelkloster und Kirche in Mayerling
Karmelkloster und Kirche in Mayerling
Heiligenkreuz ist das älteste Zisterzienserstift auf österreichischem Boden. Markgraf Leopold III. gründete es 1133. Schon bald darauf hatte es sich zum kulturellen Mittelpunkt des südlichen Wienerwalds entwickelt (täglich 9-11.30 und 13.45-17 Uhr, Winter bis 16 Uhr, Führungen täglich 10, 11, 14, 15 und 16 Uhr, Sonntag ab 11 Uhr, www.stift-heiligenkreuz.at). 5 km westlich liegt der mythenumrankte Ort Mayerling. Das Jagdschloss, in dem der habsburgische Kronprinz Rudolf 1889 gemeinsam mit Baronin Mary Vetsera Selbstmord beging, wurde in ein Kloster verwandelt. Wer dessen Kirche besichtigt, wird auch in ein Andenkenkabinett geführt (täglich 9-12.30 und 13.30-18 Uhr, im Winter bis 17 Uhr, Sonntag ab 10 Uhr).
Marchfeldschlösser und Donauauen
Mit dem Auto vom Knoten Stadlau über die Bundesstraße 3 und Groß-Enzersdorf nach Orth, Eckartsau und in den Nationalpark. Weiter über die B 49 nach Niederweiden, Schlosshof und, gut 10 km nördlich, nach Marchegg. Ohne PKW wird es mühsam. Auf der Strecke Wien-Orth-Eckartsau-Stopfenreuth-Hainburg verkehrt viermal täglich ein Postbus (ab Wien Mitte, Fahrtdauer über 2 Stunden). Von Wien Mitte oder Nord gehts mit der S 1 nach Gänserndorf und von dort im Regionalzug nach Marchegg. Schlosshof und Niederweiden sind weder per Bus noch per Bahn erreichbar. Gesunde Alternative: Anfahrt ab Wien mit dem Fahrrad auf dem Donauradweg oder dem Marchfeldkanal-Radwanderweg.
Das Marchfeld, dieses flache, östlich von Wien zwischen Donau und March gelegene Grenzland, ist heute Korn- und Gemüsekammer der nahen Metropole. Früher ging hier der Hochadel gern auf Jagd. So entstand eine Reihe prachtvoller Jagdschlösser, deren schönste sich in einer Tagesfahrt entlang der „Marchfelder Schlösser-Straße“ von Wien aus besichtigen lassen. Die sehenswertesten Herrschersitze sind Schlosshof (Mitte April-Anf. November täglich 10-18 Uhr, Eintritt 8,50 Euro, an Sommerwochenenden Shuttlebus von Wien Westbhf., Tel. 0699/16 10 60 60, www.schlosshof.at), dessen heutige barocke Form Lukas von Hildebrandt schuf; ferner das benachbarte, deutlich zierlichere Schloss Niederweiden, ein Werk Johann Bernhard Fischer von Erlachs, das ebenfalls barocke Schloss Marchegg (beide nur von außen zu besichtigen); Schloss Orth, ein mittelalterlich anmutender Bau mit hohen Walmdächern und vier wuchtigen Ecktürmen (Nationalparkzentrum, Palmsonntag-Allerheiligen täglich 9-17, Juni-September 9-18 Uhr); und schließlich der von Joseph Emanuel Fischer von Erlach barock umgestaltete, von einem zauberhaften Park umgebene Jagdsitz in Eckartsau (nur mit Führungen, April-Oktober Samstag und Sonntag um 11 und 14 Uhr, Eintritt 8 Euro).
Ein unvergessliches Naturerlebnis verspricht der Besuch der Donauauen bei Stopfenreuth/Hainburg. Dieses über 90 km² große Stück Urwald, das 1996 zum Nationalpark erklärt wurde, lässt sich per pedes, in der Pferdekutsche und im Kanu erkunden. Tel. 02212/ 35 55, www.donauauen.at
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