
Sommer im Museumsquartier
© WienTourismus / Ulli Koscher
Innerhalb des von Grund auf sanierten Ensembles der ehemaligen barocken Hofstallungen ist in den letzten Jahren auf 60 000 m² ein einzigartiger Museumskomplex entstanden. Seit seiner Eröffnung im Sommer 2001 bildet er gemeinsam mit den nahen Kunst- und Naturhistorischen Museen und der Hofburg eines der größten Kulturviertel der Welt, wobei das Spannungsfeld zwischen barocker und zeitgenössischer Architektur die Vielfalt des kulturellen Angebots widerspiegelt. Mehr als 20 Museen, autonome Initiativen und Projekte sind hier angesiedelt und machen das Museumsquartier, kurz MQ, sowohl zum künstlerischen Labor und Archiv als auch zum Ort der experimentellen Praxis und theoretischen Reflexion, zum Raum der Produktion und Vermittlung von Kunst. Zu den bedeutendsten Institutionen des MQ zählen das Leopold-Museum, das die weltweit größte Schiele-Sammlung und dazu Spitzenwerke von Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Herbert Boeckl, Alfred Kubin u. v. a. beinhaltet (Mo und Mi-So 10-19, Fr bis 21 Uhr, Eintritt 9 Euro), und das Museum Moderner Kunst, in dem die klassische Moderne, die österreichische Avantgarde der Nachkriegszeit und die wichtigsten aktuellen Kunstrichtungen wie Informel, Fotorealismus, Objekt- und Aktionskunst zu Hause sind (Di-So 10-18, Do bis 21 Uhr, Eintritt 8 Euro).

Leopoldmuseum
© WienTourismus / Peter Koller
Daneben finden sich: das Stammhaus der Kunsthalle, das Architekturzentrum Wien, das Tanzquartier Wien, das Zoom-Kindermuseum samt Dschungel-Theater (wechselnde Zeiten und Programme, Mo-Fr etwa 9-16, Sa/So und feiertags und Schulferien etwa ab 10 Uhr, Info Tel. 524 79 08, www.kindermuseum.at), zwei große Veranstaltungshallen und Experimentierflächen für Initiativen in den Bereichen Film, Neue Medien und Kunsttheorie namens Quartier 21. Das MQ dient dank der insgesamt zehn Ein- und Durchgänge und seiner zahlreichen gastronomischen Betriebe auch als attraktive Passage zwischen der historischen Innenstadt und den angrenzenden Bezirken sowie als bis tief in die Nacht pulsierender Treffpunkt.
Nahverkehr
Straßenbahn 49, Bus 2 A, 48 A
U-Bahn
U 2, U 3 Volkstheater oder Babenbergerstraße