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Burgen & Schlösser

  • Belvedere
    Schloss Belvedere
    Schloss Belvedere
    © Anja Gerber / pixelio.de
    Ein Muss für jeden Besucher ist das ehemalige Sommerschloss von Prinz Eugen. Die weitläufige, aus zwei Palästen bestehende Anlage gilt nicht nur als Meisterwerk des Johann Lukas von Hildebrandt, sondern als eine der grandiosesten Barockschöpfungen überhaupt. Das auf einer Anhöhe thronende Obere Belvedere (1721-23), dem ganz Wien gleichsam zu Füßen liegt, schuf sich der legendenumwobene Feldherr und Türkenbezwinger aus Savoyen bloß zum Repräsentieren. Der lang gestreckte, meisterhaft gegliederte Bau beherbergt in seinen kostbar ausgestatteten Räumlichkeiten heute die Österreichische Galerie. Gewohnt hat der "edle Ritter" im Unteren Belvedere (1714-16), einem nur unwesentlich bescheideneren Bau, der gleichfalls einen mit Fresken und Stuckwerk üppig verzierten Marmorsaal, einen Spiegelsaal und eine Prunkgalerie besitzt. Hier logiert heute das Barockmuseum.
    Tor zum Schloss Belvedere
    Tor zum Schloss Belvedere
    © göz / pixelio.de
    In der benachbarten Orangerie ist das Museum mittelalterlicher Kunst zu Hause. Zwischen beiden Schlössern erstreckt sich ein über 500 m langer Garten, der im ursprünglichen Barockstil rekonstruiert wurde, samt Rosenrabatten, Hecken und Wasserläufen. Garten täglich von 6.30 bis 18 Uhr, im Sommer bis 21 Uhr geöffnet. Die Museen sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7,50 Euro.
    Straße:
    Prinz-Eugen-Straße 27
    PLZ/Stadt:
    Wien
    Nahverkehr
    Straßenbahn D Schloss Belvedere
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  • Hofburg
    Hofburg
    Hofburg
    © klickomi / pixelio.de
    Über 600 Jahre lang, von der Belehnung des Habsburgers Rudolf I. mit den österreichischen Ländern (1276) bis zum Rücktritt Kaiser Karls (1918), war "die Burg" die Residenz des österreichischen Herrscherhauses. Anfangs eine vergleichsweise kleine Burg, wuchs sie im Lauf der Jahrhunderte parallel mit der Macht und dem Reich ihrer Bewohner zu einem vielfach verschachtelten Gebäudekomplex, der heute 18 Trakte und 19 Höfe umfasst. Ältester Teil ist der Schweizerhof, von dem aus man die Schatzkammer und die im Kern gotische Burgkapelle betritt. Schöpfungen des 16. Jahrhunderts sind die Stallburg, der Amalientrakt und das rot-schwarz-goldene Schweizertor am Eingang in den gleichnamigen Hof. Im 17. Jahrhundert entstand der Leopoldinische Trakt und im 18. Jahrhundert unter der Leitung von Johann Lukas von Hildebrandt und Joseph Emanuel Fischer von Erlach der Reichskanzleitrakt. Vater und Sohn Fischer von Erlach schufen auch die Winterreitschule, in der die Lipizzaner ihre Künste vollführen, sowie die Nationalbibliothek, deren barocker Prunksaal mit seiner gewaltigen Kuppel vielfach als schönster Bibliothekssaal der Welt bezeichnet wird. Der Michaelertrakt wurde Ende des 19. Jahrhunderts vollendet. Als Letztes folgte 1891-1913 die Neue Burg als Teil eines viel größeren Erweiterungsprojekts, dessen Verwirklichung der Erste Weltkrieg verhinderte.
    Von den insgesamt rund 2500 Räumen dieses steinernen Labyrinths ist nur ein Bruchteil zu besichtigen. Da sind zum einen die Kaiserappartements samt neuem Sisi-Museum sowie die Silberkammer, die beide vom Kuppelraum des Michaelertrakts aus zu erreichen sind. Dann die Schatzkammer, die Burgkapelle, der Prunksaal der Nationalbibliothek, die Spanische Reitschule und schließlich, in der Neuen Burg, die zum Kunsthistorischen Museum gehörige Hofjagd- und Rüstkammer, die Sammlung alter Musikinstrumente und das Ephesosmuseum. Außerdem sind in der Hofburg heute die Kanzlei des Bundespräsidenten, ein viel frequentiertes Kongresszentrum, diverse Ämter, Privat- und Dienstwohnungen sowie - in der Fußgängerpassage zwischen Burghof und Heldenplatz - einige Läden untergebracht. Von Mitte Mai bis Oktober Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Von November bis Mitte Mai Montag bis Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro.
    Straße:
    Josefsplatz 1
    PLZ/Stadt:
    Wien
    Nahverkehr
    Straßenbahn D, J, 1, 2 Burgring, Bus 2 A, 3 A
    U-Bahn
    U 1, U 2, U 4 Karlsplatz, U 3 Herrengasse
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  • Palais Ferstel
    Palais Ferstel
    Dieses Prunkstück der Wiener Ringstraßenarchitektur wurde 1856-60 von Heinrich von Ferstel für die Nationalbank erbaut. Bis 1877 beherbergte es auch die Börse. Das Café Central an der Ecke Herrengasse/Strauchgasse war um die Wende zum 20. Jahrhundert als Treffpunkt von Literaten berühmt. Nach Jahrzehnten des Verfalls wurde der riesige, von drei Seiten zugängliche Baukomplex Anfang der 1980er-Jahre mitsamt seinen Einkaufspassagen aufwändig restauriert.
    Straße:
    Freyung 2/Herrengasse 17
    PLZ/Stadt:
    Wien
    Nahverkehr
    Bus 1 A, 2 A
    U-Bahn
    U 3 Herrengasse
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  • Schloss Schönbrunn
    Schloss Schönbrunn
    Schloss Schönbrunn
    © kultor / pixelio.de
    Die Sommerresidenz der Habsburger, auch Österreichs Versailles genannt, ist neben Stephansdom und Belvedere Wiens Hauptattraktion. Die Anlage, die trotz aller Pracht keineswegs protzig-pompös, sondern liebenswürdig und anmutig wirkt, geht auf einen bürgerlichen Herrensitz zurück, den Kaiser Maximilian II. 1559 kaufte und zu einem Jagdschloss ausbaute. Nach dessen Zerstörung durch die Türken 1683 entstand nach Plänen Johann Bernhard Fischer von Erlachs der Bau in seinen heutigen Grundformen mit den beiden langen Seitenflügeln, dem weiten, zur Straße gerichteten Ehrenhof und der Freitreppe an der Gartenfront.
    Zum strahlenden Mittelpunkt der Monarchie wurde Schönbrunn erst unter Kaiserin Maria Theresia, die hier mit ihrem Gemahl, Franz I. Stephan von Lothringen, und ihren 16 Kindern lebte. Auf ihr Geheiß gestaltete der junge Architekt Nicolaus Pacassi das Schloss in den Jahren 1744-49 dem damaligen, spätbarocken Stilempfinden gemäß um, verpasste ihm ein weiteres Geschoss sowie zahlreiche zusätzliche Balkone und Treppen, schuf im Mitteltrakt eine Durchfahrtshalle und baute das entzückende, barocke Schlosstheater. In den Wohn- und Repräsentationsräumen hielt der neue, elegant verspielte Rokokostil Einzug.
    Palmenhaus
    Palmenhaus
    © Franz Haindl / pixelio.de
    Von den insgesamt über 1400 Räumen des Schlosses sind die knapp 40 schönsten im Rahmen von Führungen zu besichtigen, darunter die Große Galerie, das Vieux-Laque-Zimmer, das Millionenzimmer, in dessen Täfelung aus Rosenholz 260 persisch-indische Miniaturen eingefügt sind, das Napoleon-Zimmer mit den riesigen Brüsseler Tapisserien, das Chinesische Rundkabinett, in dem Maria Theresia ihre Geheimkonferenzen abhielt, und die spartanisch gehaltenen Wohn- und Arbeitsräume Kaiser Franz Josephs. Von Interesse ist auch die in einem Seitentrakt westlich des Ehrenhofs untergebrachte Wagenburg mit ihrer einzigartigen Sammlung von 60 Prunkwagen sowie die Erlebnisschau für Kinder im Haupttrakt. Keinesfalls versäumen sollten Sie außerdem einen ausführlichen Rundgang durch den wunderschönen Schlosspark. Er birgt - abgesehen von den Blumenrabatten, Hecken, Rosengärten und Alleen, den zahlreichen Brunnen und Denkmälern - ein riesiges Palmenhaus, einen Heckenirrgarten sowie Wiens Tiergarten, ein architektonisches Juwel aus dem Barock, das, 1752 gegründet, als älteste existierende Menagerie der Welt gilt und kürzlich ein eigenes "Wüstenhaus" (vis-a-vis dem Palmenhaus im Park) erhalten hat. Die Gloriette, die auf einer Hügelkuppe thront, soll an den 1757 bei Kolin erfochtenen Sieg über die Preußen erinnern. Der graziöse, dem Urzustand entsprechend neu verglaste Bau beherbergt auch ein Café.
    Um die Besichtigung von Schönbrunn stimmungsvoll ausklingen zu lassen, können Sie einem Konzert in der Orangerie lauschen oder einer Opernaufführung beiwohnen, sei es im Marionettentheater oder im Schlosstheater - hier gibt es außerdem gelegentlich auch Operetten und Sprechtheater.
    Der Schlosspark ist ganzjährig jeweils täglich von 6.30 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet, die Schauräume (nur mit Führung) täglich von April bis Juni sowie September und Oktober von 8.30 bis 17 Uhr, Juli und August bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 11,50 Euro.
    Kinderführungen (5-11 Jahre) finden Samstags, Sonn- und feiertags um 14.30 Uhr statt, das Kindermuseum ist Samstags, Sonn- und feiertags sowie zu Ferienzeiten von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt für Erwachsene 6,50 Euro, für Kinder 4,50 Euro.
    Der Tiergarten ist von November bis Januar täglich von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet, im Februar von 9 bis 17 Uhr, März und Oktober von 9 bis 17.30 Uhr, im April von 9 bis 18 Uhr und von Mai bis September von 9 bis 18.30 Uhr. Die Kombikarte mit Palmen- und Wüstenhaus kostet 13 Euro. Der Irrgarten ist von April bis Juni täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, im Juli und August bis 19 Uhr und ab September jeden Monat eine Stunde kürzer. Der Eintritt beträgt 2,60 Euro.
    Die Gloriette / Dachbesteigung findet von April bis Oktober täglich von 9 bis 17 Uhr statt, der Eintritt kostet 1,99 Euro. Kaffeehausbetrieb ganzjährig täglich von 9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit. Konzerte in der Orangerie & Marionettentheater ganzjährig, Tel. 817 32 47. Das Kombiticket "Schönbrunn Pass Classic" (inkl. Strudelshow!) gibts von April bis November und kostet 14,90 Euro.
    Straße:
    Schönbrunner Schlossstraße
    PLZ/Stadt:
    Wien
    Telefon:
    812 50 04
    Nahverkehr
    Straßenbahn 10, 58, Bus 8 A, 63 A
    U-Bahn
    U 4 Hietzing, Grünbergstraße, Schönbrunn
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