Stadtgeschichte
Grabmal Gottfried Keller- Friedhof Sihlfeld
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Zürcher Berühmtheiten
In der Vergangenheit wurde Zürich vor allem der Politik der umliegenden Länder wegen häufig zur Wahlheimat großer Persönlichkeiten. Thomas Mann wohnte hier (bzw. im nahen Kilchberg), Bertolt Brecht und Richard Wagner, James Joyce, C. G. Jung, Georg Büchner sowie Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt unter dem Namen Lenin. Zürichs Liste von weltbekannten, brillanten Köpfen Schweizer Provenienz ist ebenfalls beeindruckend. Dazu gehören z. B. Gottfried Keller und Max Frisch oder die konstruktiven Künstler Max Bill und Richard Paul Lohse, deren Zürcher Schule der Konkreten Malerei weltweit Beachtung fand. Der 1746 in Zürich geborene Pädagoge Pestalozzi schuf außerhalb Zürichs Armen- und Waisenhäuser und eine erste Waisenschule. Er gilt als geistiger Vater der modernen Volksschule und besitzt ein Denkmal. (siehe Sightseeing)
Zunfthaus zur Meisen
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Entstehungsgeschichte
Die verkehrsgünstige Lage spielte schon immer eine wichtige Rolle. Ab 3000 vor Christus siedelten Pfahlbauer am unteren Ende des schiffbaren Sees. Um 15 vor Christus errichteten die Römer auf dem Lindenhof die Zollstation Turicum. Die Siedlung wurde 929 erstmals urkundlich erwähnt. Die an Stelle der Zollstation erbaute Pfalz nutzten deutsche Könige und Kaiser. 1218 wurde Zürich freie Reichsstadt, die Pfalz wurde geschleift und als Steinbruch für den Bau von Wohntürmen verwendet. An der Napfgasse 26 und am Grimmenturm am Neumarkt (Kirchgasse 23) sind die Steine noch zu sehen. 1336 übernahmen unter der Führung von Rudolf Brun Handwerker die Macht. In Zünften organisiert, bestimmten sie 500 Jahre lang das politische Leben der Stadt.
Wachsende Bedeutung gewann Zürich Ende des 15. Jahrhunderts unter Bürgermeister Hans Waldmann, der sich in den Burgunderkriegen als Truppenführer einen Namen gemacht hatte. 1519 predigte der Reformator Huldrych Zwingli erstmals im Grossmünster und löste nicht nur in Religionsfragen, sondern auch auf politischer und moralischer Ebene Erdbeben aus.
Es gibt kaum Hochhäuser in Zürich
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Um 1780 hatte Zürich 10 000 Einwohner. Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt dank florierender Maschinen- und Textilindustrie, dank der Banken und Versicherungen sowie eines regen Tourismus zu einem der Verkehrs- und Wirtschaftszentren der Schweiz heran. 1848 wurde der Schweizerische Bundesstaat gegründet. Im Zuge der deutschen Revolution und der anschließenden Restauration zogen viele Künstler und Denker als Flüchtlinge nach Zürich und hinterließen der Stadt ein reiches kulturelles und geistiges Erbe. Das Heer der Industriearbeiter verhalf Zürich in der wirtschaftlichen Depression Ende der 1920er-Jahre zu einer politisch "roten" Phase. Sie dauerte bis 1949 und schlug sich in immer noch präsenten Genossenschaftssiedlungen nieder. Zürich besitzt bis heute keine breiten Boulevards und nur wenige Hochhäuser und hat sich deshalb vielerorts den biederen Kleinstadtcharakter bewahrt.