Als eines der wenigen Denkmäler ist es einer Zürcher Persönlichkeit gewidmet. Alfred Escher (1819-82), der ideelle Vater und Förderer der Gotthardbahn sowie Gründer der Schweizerischen Kreditanstalt (1856), schaut vom Bahnhof aus die Bahnhofstrasse hinauf zu den Alpen.
Gleichzeitig mit Luther in Deutschland reformierte der ans Grossmünster berufene Priester die Kirche und hatte als gestrenger und überzeugter Reformator großen Einfluss auf das gesellschaftliche und politische Leben der Stadt. Er fiel am 11. Oktober 1531 im zweiten Kappelerkrieg gegen Katholiken. Sein eisernes, schwertbestücktes und strenges Ebenbild wacht vor der Wasserkirche. Das Denkmal wurde 1885 vom Tiroler Bildhauer Heinrich Natter erstellt.
Der Pädagoge Pestalozzi wurde 1746 in Zürich geboren, schuf außerhalb Zürichs Armen- und Waisenhäuser und eine erste Waisenschule. Er gilt als geistiger Vater der modernen Volksschule. Auf der Grünanlage an der Bahnhofstrasse, die seinen Namen trägt, erinnert ein Standbild an den einflussreichen Denker.
Gottfried Keller, 1819 in Zürich geboren und 1890 auch dort gestorben, setzte sich in seinen Romanen, wie zum Beispiel "Der grüne Heinrich" oder "Die Leute von Seldwyla" und Gedichten intensiv mit seiner Heimatstadt und den politischen Strömungen des 19. Jahrhunderts auseinander. Von 1861 bis 76 war er erster Stadtschreiber von Zürich. Ein überdimensionierter Keller-Kopf in Stein steht auf einem kleinen Plätzchen neben dem Hafen Enge.
Am Brückenkopf der Münsterbrücke thront das Waldmann-Denkmal, das zusammen mit der Silhouette des Grossmünsters ein Wahrzeichen Zürichs ist. Im 15. Jahrhundert schuf sich Waldmann als Kriegsherr einen Namen, wurde Zürcher Bürgermeister und machte sich durch sein despotisches Regime unbeliebt. Schließlich erzwang das Volk seine Enthauptung.