Ursprünglich war das Fraumünster die Kirche des adligen Damenstifts, das 853 von Ludwig dem Deutschen, einem Enkel Karls des Großen, für seine Töchter gestiftet wurde. Die jeweilige Äbtissin amtete bis ins Hochmittelalter hinein als Stadtregentin. Die Reformation beendete deren Regentschaft, und vom Kloster blieben nur noch die Kirche und der Kreuzgang übrig, der das Fraumünster mit dem Stadthaus verbindet. Sehenswert sind im spätromanischen Chor der ansonsten spätgotischen Kirche die fünf 1970 realisierten hohen Glasfenster des Künstlers Marc Chagall und eine 1978 von ihm geschaffene Rosette. Die Fenster des nördlichen Querhauses schuf zwischen 1930 und 1945 Augusto Giacometti.
Das Wahrzeichen Zürichs beherrscht mit der mächtigen Doppelturmfassade den oberen Limmatraum. Der Legende nach stiftete Karl der Große eine erste Kirche da, wo die Stadtheiligen Felix und Regula, nachdem sie unten an der Limmat enthauptet wurden, mit dem Kopf unter dem Arm noch hingewandert sein sollen. Ein steinernes Andenken an den Stifter ist in einer Nische des Südturms untergebracht. Zur Zeit der Reformation war das Grossmünster die Wirkungsstätte Zwinglis, auf den auch die Kargheit im Inneren der Kirche zurückzuführen ist. Die frühesten Teile stammen aus dem späten 11. Jahrhundert, zeigen also romanische Züge wie die rein romanische Krypta oder der großartige Kreuzgang. Als einziges der sieben Klöster innerhalb der damaligen Stadtmauer fiel das Grossmünsterkloster nicht reformatorischem Eifer zum Opfer, sondern wurde zur theologischen Schule.
Die lange Bauzeit des monumentalen Sakralbaus ist an den Türmen abzusehen, deren Stil sich von unten nach oben verändert: romanisch bis zur Firsthöhe, gotisch bis zur Galerie, abgeschlossen auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Hans Waldmann mit hohen Spitzhelmen, die nach einem Turmbrand und längerer Diskussion Ende des 18. Jhs. durch neogotische Hauben ersetzt und vom Schriftsteller Victor Hugo als "hässliche Pfefferbüchsen" bezeichnet wurden. Die Türme können ab Mitte März bis Oktober von Montag bis Samstag von 9.15 bis 17 Uhr und Sonntag von 12.30 bis 17 Uhrbestiegen werden. Von November bis Mitte März kann der Münster von Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr, Sonntags von 13 bis 17 Uhr besucht werden.
Auch diese Kirche diente früher klösterlicher Einkehr, wurde im 13. Jahrhundert in gotischem Stil erbaut, der Chor im 16. Jahrhudnert als Kornschütte genutzt. Nach dem Einbau von Betonböden war von 1917 bis 82 das Staatsarchiv im Chor untergebracht. Der mit 97 m höchste Turm der Stadt kam erst 1900 dazu. An die Kirche schmiegt sich das mit einem sehenswerten Neubau ergänzte Jugendstilgebäude der Zentralbibliothek.
Die Entstehung der Wasserkirche liegt mindestens 1000 Jahre zurück. Die Legende besagt sogar, dass der erste Sakralbau an der Stelle errichtet worden sei, wo die beiden Stadtheiligen Felix und Regula wegen ihres christlichen Glaubens enthauptet worden sind. Ursprünglich stand die Kirche auf einer Insel inmitten der Limmat, daher auch ihr Name, und war nur durch einen hölzernen Pilgersteg, die Zürcher "Via Sacra", mit beiden Ufern verbunden. Die mächtige Anziehungskraft der Wasserkirche wurde noch erhöht, als während eines trockenen Sommers im 16. Jahrhundert auf der Insel eine Quelle zutage getreten sein soll, der die Menschen damals eine gewisse Heilkraft nachgesagt haben.
Der heute zu sehende Bau entstand im späten 15. Jahrhundert, gilt als einheitlichstes Werk der Spätgotik und zeichnet sich aus durch ein schönes Netzgewölbe und die hohen Spitzbogenfenster, die erst 1932/33 entstanden und das christliche Leben früher und heute zeigen. Dabei ist im rechten Fenster oben sogar ein roter Rennwagen zu entdecken. Die Wasserkirche kann täglich von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden.
Auf einer Moränenkuppe thront weithin sichtbar die Kirche "Enge" mit ihrer mächtigen Kuppel im Stile der italienischen Frührenaissance. 1892 bis 1894 wurde sie von Alfred Friedrich Bluntschli erbaut. Im Treppenaufgang stehend, genießt man einen herrlichen Rundblick über See und Stadt. Die Kirche Enge ist ein reformiertes Kirchengebäude im Zürcher Quartier Enge. Wegen ihrer
Lage und ihres pompösen Stils wird sie scherzhaft mit der Basilique du Sacré-CÅ“ur in Paris verglichen. Sie ist eines der Wahrzeichen der Enge und auch von der Promenade des Zürichsees aus sichtbar. Die Kirche Enge bietet mit ihrer Akustik, der grossen Orgel und den räumlichen Gegebenheiten optimale Voraussetzungen für Musik aller Stilrichtungen. Es bestehen zahlreiche CD-Einspielungen mit Orgel- und Chormusik.
Die Kirche bildet den südlichen Abschluss der idyllischen St. Peterhofstatt und ist der älteste Sakralbau der Stadt. Der romanische Turm, der auch bestiegen werden kann, erhielt 1534 die mit 8,7 Metern Durchmesser größten Zifferblätter Europas. Das barocke Langhaus kontrastiert den Turm und wartet im Innern mit kräftigem Stuckdekor auf.