
© www.bahnhofstrasse-zuerich.ch
Als Fröschengraben war dieser Straßenzug zwischen Paradeplatz und Bahnhof einst Teil der mittelalterlichen Wehranlagen. Nach Schleifung derselben baute 1868 der Fotograf Ganz an der noch öden Straße das erste Wohn- und Geschäftshaus und wurde prompt für verrückt gehalten. Die Bebauung in Richtung Bahnhof schritt jedoch rasch voran. Die Bahnhofstrasse ist 1,2 Kilometer lang, nach dem Vorbild französischer Boulevards gestaltet und mit 200 Linden bepflanzt. Anziehend wirken nicht nur die 180 Geschäfte und die 2500 Laufmeter Schaufensterauslagen, sondern auch die architektonische Eleganz als Folge eines strengen Baugesetzes, das zusammenhängende Häuserreihen mit einer einheitlichen Höhe von 18 Meter vorschrieb. Die Bahnhofstrasse ist eines der teuersten Pflaster Europas mit Mietpreisen bis zu 4000 Schweizer Franken pro Quadratmeter und Jahr. Auf der Goldmeile verkehrt - von zwei kleinen Straßenabschnitten abgesehen - nur die Tram.

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Vom Bahnhof her kommend, stößt man nach dem eleganten St.-Gotthard-Hotel rechter Hand auf das Warenhaus Globus und die Pestalozziwiese. Weil hier früher Schwerverbrecher hingerichtet wurden, konnte sie nie verkauft werden, und so beschloss die Stadt, sie als Anlage für die Bürger mit dem Standbild des berühmten Pädagogen ansonsten unbebaut zu lassen.
Etwas weiter aufwärts trifft man auf einen prächtigen Jugendstilbau, heute das Kaufhaus "Manor". Leicht zurückversetzt steht das Warenhaus "Jelmoli", ursprünglich Zürichs erster Eisen-und-Glas-Palast, eine Pionierleistung. Ein weiteres Jugendstilgeviert folgt rechter Hand mit dem Warenhaus "St. Annahof". Zu Anfang der Pelikanstrasse dann die aus Marmorquadern bestehende Rauminstallation des Konstruktivisten Max Bill.

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Am Paradeplatz selbst, dem Herzstück der Bahnhofstrasse, haben die Schweizer Großbanken ihren Hauptsitz. Die feingliedrige, aber monumentale Fassade der Crédit Suisse, in deren Erdgeschoss eine prunkvolle Ladenpassage mit Lichthof, Designerboutiquen und einem Restaurant liegt, beherrscht den Platz. Östlich wird der Paradeplatz begrenzt vom Hotel Savoy, südlich die berühmte Confiserie Sprüngli. Weiter Richtung See linker Hand der Zentralhof, der über einen ruhigen Innenhof mit plätscherndem Brunnen und Bestuhlung vor dem Café Strozzis verfügt. Im Anschluss nochmals ein schöner Hof, der Kappelerhof. Gegenüber der Neubau der Zürcher Kantonalbank mit dem eisernen Rhinozeros vor dem Eingang. Den Abschluss machen linker Hand der mächtige, zum See ausgerichtete Komplex der Schweizerischen Nationalbank und schließlich der Bürkliplatz.